Gaddafi traf in Rom tausend Frauen

13. Juni 2009, 09:56

Referat über Stellung der Frau in Afrika auf Einladung der Gleichstellungsministerin - Gaddafi schwänzte Treffen mit Abgeordneten - Er bedauert

Rom - Ein Treffen mit 1000 Frauen war am Freitag einer der Höhepunkte des letzten offiziellen Besuchstages des libyschen Revolutionsführers Muammar Gaddafi in Italien. Die Zusammenkunft im römischen Konzert- und Veranstaltungszentrum "Auditorium" war von der italienischen Gleichstellungsministerin Mara Carfagna angeregt worden, berichteten italienische Medien. Auf dem Programm stand unter anderem eine 40-minütige Rede des "Colonnello" - wie Al-Gaddafi in Italien auch genannt wird - über die Stellung der Frau in Afrika.

"Welt braucht weibliche Revolution"

Bei einem Treffen mit 1000 Frauen aus der Wirtschaft, Kultur und Politik hat der libysche Revolutionsführers Muammar Gaddafi am Freitag in Rom die schwierige weibliche Situation in der arabischen Welt hervorgehoben. "In der arabischen und islamischen Welt ist die Frau wie ein Möbelstück, das man ersetzen kann, wann man will, ohne dass jemand fragt, warum", sagte Gaddafi.

Die Lage der Frauenrechte in der arabischen Welt sei "horrend". In Afrika generell sei die Lage aber ganz anders. "Dort gibt es keinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Oft bleibt der Mann in der Hütte, während die Frau arbeiten geht", sagte Gaddafi. Der afrikanische Kontinent habe jedoch große Probleme. "Oft gibt es Frauen mit zehn Kindern. Wenn man sie fragt, wo der Vater ihrer Kinder ist, antwortet sie wahrscheinlich, dass sie es nicht weiß, dass sie verlassen worden sind", so Gaddafi.

Der Afrikanischen Union will Gaddafi ein Gesetzesprojekt zur Förderung der Familie, der Vaterschaft und der Ehe. "Wer ein Kind erzeugt, muss dafür verantwortlich sein", so Gaddafi. Die Welt brauche eine "weibliche Revolution", die auf einer "kulturellen Revolution" basieren müsse. Er stehe an der Seite aller Frauen der Welt, die die selben Rechte des Mannes haben sollten.

"Ohne Frauen würde die Gesellschaft auf einem einzigen Bein gehen", so der libysche Revolutionsführer. Er versicherte, dass in der libyschen Gesellschaft "absolute Gleichheit der Geschlechter" gelte.

Gaddafi entschuldigt sich bei Abgeordneten für Fernbleiben

Der libysche Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi hat sich bei italienischen Parlamentariern für sein Fernbleiben von einem geplanten Treffen mit ihnen persönlich entschuldigt. Gaddafi habe sein "Bedauern" zum Ausdruck gebracht, teilte der frühere italienische Regierungschef Massimo D'Alema mit. Nach eigenen Angaben suchte er Gaddafi am Freitag nach dessen Fernbleiben in seiner Unterkunft in Rom auf und sprach mit ihm rund eine Stunde.

Nach einer stundenlangen Verspätung des libyschen Staatschefs hatte das italienische Abgeordnetenhaus ein Treffen mit an dessen letzten offiziellen Besuchstag abgesagt. Die libysche Botschaft in Rom gab das traditionelle muslimische Freitagsgebet als Grund für das Fernbleiben an, wie die Nachrichtenagentur ANSA am Freitag meldete. Gaddafis Besuch sollte den Neubeginn der Beziehungen beider Länder festigen.

Laut ANSA hatte der Präsident der Abgeordnetenkammer, Gianfranco Fini, nach einer Stunde Wartezeit entschieden, das Treffen mit Gaddafi abzusagen. Er habe jedoch bis zur offiziellen Bekanntgabe in Abstimmung mit D'Alema noch eine weitere Stunde gewartet, meldete die italienische Nachrichtenagentur. Laut gut informierten Kreisen sprach Fini auch mit Regierungschef Silvio Berlusconi, der Verständnis für die Entscheidung gezeigt habe. Demnach hielt auch Italiens Außenminister Franco Frattini den Schritt für "richtig".

Keine Zusammenarbeit auf Kosten Italiens

Am Freitagvormittag war der starke Mann aus Libyen mit Spitzenvertretern der italienischen Industrie informell zusammengetroffen. Al-Gaddafi versicherte den Unternehmern, dass "Libyen auf dem Energiesektor nicht mit anderen Ländern auf Kosten Italiens ins Geschäft kommen" werde. Italien bezieht etwa zehn Prozent seines Erdgasbedarfs aus Libyen; der italienische Energieriese Eni ist schon seit 1962 in Libyen aktiv. Aus einer weiteren Öffnung der libyschen Wirtschaft für italienische Investoren erhofft sich Italien große Gewinne.

Der erste offizielle Besuch Gaddafis in Italien lief allerdings nicht ohne Kritik ab. Die römische Tageszeitung "La Repubblica" sprach am Freitag von "pittoresken Übertreibungen" und einem "Exzess". So brüskierte der Libyer am Vortag seinen Gastgeber im römischen Senat mit einer anti-amerikanischen Rede. Italienische Medien bezeichneten den Vorfall am Freitag als nicht "tolerierbar", auch wenn die Ansprache Gaddafis wegen des starken Widerstands linker Senatoren nicht im Sitzungssaal stattfinden durfte.

Offiziell endete der Besuch Gaddafis am Freitag. Am Samstag gibt es für den Revolutionsführer, der in einem Luxuszelt im Park der Villa Pamphili nächtigt, und sein Gefolge noch ein privates Programm. (APA/dpa)

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Posting 1 bis 25 von 36
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Mormoloc
02
16.6.2009, 13:35
Liebe Italienerinnen, fragt mal die bulgarischen Krankenschwestern (wir erinnern uns?) über den Umgang mit Frauen in Libyen.

Ganz dolle, so mit Vergewaltigung und Folter und Vergewaltigung und Todesurteil... die Rechtssprechung orientiert sich an der Scharia, im gesamten libyschen Zivilrecht (wo nicht durch die Scharia eh ersetzt) wird die Frau benachteiligt.

andreas lamers
 
00
26.8.2009, 20:04
Jein

die Sharia ist das recht und gesetz des landes, es benachteiligt auch die frauen in vielen bereichen. wegen dem aidsprozess sind wir da nicht ein wenig einseitig? weil es waren zwar auch die krankenschwestern beschuldigt, aber auch der arzt oder zaehlt der nicht? nur eine frage. anderseits ist die frau in der libyschen gesellschaft fuer arabische staaten recht selbstbewusst unterwegs, sie sind teil des militaers, sind offen auf der strasse zu finden (vermutlich auch aus der geschichte und der zusammensetzung der bevoelkerung, die berber) und gehen berufen nach. das land hat einen der hoechsten sozialstandards in afrika. also so ein menschenfresser ist der herr general nicht. und sein traum einer arabischen union ist ja noch nicht vorbei

Mormoloc
00
26.2.2010, 12:04
Hä?

schnurri (so heisst mein auto)
00
15.6.2009, 18:13

http://en.wikipedia.org/wiki/Muam... with_Italy
italien zahlt libyen 5mrd dollar, formal als entschaedigung fuer die kolonialzeit, faktisch damit lybien illegale einwanderung in italien stoppt. (30.8.2008)
was da von libyen nach italien faehrt sind leute aus den gebieten suedlich der sahara. weil libyen keine fluechtlinge sondern nur gastarbeiter hat, weiss kein mensch, wieviel 100_000 leute derzeit in libyen eine ueberfahrt nach italien planen, jaehrlich sind es 80_000.
marokko und tunesien haben schon vertraege mit der eu, die den migrantenstrom kontrollieren sollen.
gutes, ich sag: objektives, dokument zu finden mit google:
"Referat: Migration in Libyen" amnesty

michih144
00
14.6.2009, 09:12
ich glaub, der will nur zu einer party vom kollegen

silvio eingeladen werden

aufgabeschein
11
13.6.2009, 18:37
ob frauenversteher, pr-masche oder politischer aktionismus


dies ist ein zeichen in die richtige richtung.

das ist gut.
und gut bleibt gut.

Doktor Leid
00
13.6.2009, 14:30
Bruder Muammar, ich gratuliere zur Altersweisheit!

mitchfizzl
01
13.6.2009, 12:33
ich wusste es....

al-gaddafi ist ein grüner und trifft sich jetzt auch bald mit glawischnig & co....

LET`S GET FREE

super Typ
02
13.6.2009, 15:21
Er hat ja auch das Grüne Buch geschrieben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Das_... %BCne_Buch

capricorno
02
13.6.2009, 10:30
Islam, eine Männerreligion

Jetzt hat einmal ein hoher Vertreter des Islam, Gaddafi, was die Stellung der Frau im Islam anbelangt, Tacheles gesprochen. Dafür ist ihm zu danken!
Nach Sure 4,35 des Koran ist es ja das gute Recht eines muslimischen Gläubigen, seine Frau zu schlagen, wenn sie nicht gehorsam ist.
Männer werden immer bevorzugt, gelten doppelt und dürfen alles. Frauen werden nicht gefragt und müssen alles hinnehmen.

jo eh
01
20.8.2009, 23:07

eine männerreligion die bei linken und rechten antiimperialisten höchst beliebt ist.

hurdy gurdy
01
13.6.2009, 09:02
"Gaddafi traf in Rom tausend Frauen"

hat er etwa die Schlange vor Silvio's Schlafzimmer besucht?

KhalilG
 
00
13.6.2009, 13:02
die andere schlagzeile

1000 frauen treffen gaddafi!

Der Kommerzjäger
00
13.6.2009, 01:21

Heute ist der Tag als Conny Kramer starb.

super1
32
12.6.2009, 23:51
hmmm

zumindest scheint gaddafi schlauer zu sein, als die summe der poster hier.

jo eh
00
20.8.2009, 23:07

er ist mit einiger wahrscheinlichkeit auch schlauer als sie.

Wieviel Demokratie ist es bitte?
00
12.6.2009, 23:21
Eines ist jetzt mal deutlich

dokumentiert: dieser Mann steht für gender-mainstraming, Feminismus, salary mainstreaming, wie diestandard, die Schwarzer, die Glawischnig-Piesczeks nicht.

Wer die Flagge Libyens kennt weiß: die al-Dschamahiriyya al-?arabiyya al-libiyya asch-scha?biyya al-ischtirakiyya, - die Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahirija - ist durch und durch: *grün*.

Grüner geht's gar nicht. Sattgrün.

Allahu Akhdar Akbar (Gott ist der größte Grüne)

Und Muammar ist sein grüner Prophet.

Und Volker bleibt in der grünen Hütte.

Auf einem Bein.

Und Eva weiß hoffentlich, wer der grüne Vater ist.

Und Grüne: ihr wisst, was nun zu tun ist: Ehrenvorsitz für Muammar ist das Mindeste!

Der Mann weiß, wie man Frauen mobilisiert!

jo eh
00
20.8.2009, 23:08

und sie haben wieder mal eine gelegenheit gefunden ihren bekannten problemen mit frauen öffentlichkeit zu verleihen

Jürgen Rembremerding
12
13.6.2009, 15:07
"wie diestandard, die Schwarzer, die Glawischnig-Piesczeks nicht. "

Und im Ggs. zur Schwarzer wirbt er nicht für die Bild!

AntiFa201
30
12.6.2009, 23:00
eine gute rede. der weisse mann im westen würde die sache wohl unsensibler angehen und gleich den islam verfluchen statt die sache so anzugehen wie gaddafi.

Mormoloc
03
16.6.2009, 13:32
Zu den bulgarischen Krankenschwestern war der ja auch echt sooooo nett, gelle?

AntiFa201
80
16.6.2009, 18:54

ne da war er echt gemein, schließlich waren es weisse frauen aus dem land des weissen mannes und für die gelten gesetze nicht, schließlich liegt es in deren natur die libyer zu beherschen wie es immer schon war und schließlich liegt mord auch in deren natur. es liegt nicht in deren natur sich von einem nicht westlichen gericht verurteilen zu lassen, nicht westliche gerichte überhaupt anzuerkennen. echt gemein dieser gadaffi dass er die weissen frauen ausm land des weissen mannes nicht bevorzugt behandelt hat und ohne gerichtsverfahren freigesprochen hat, was er letztendlich doch getan hat.

Timagoras
 
01
12.8.2010, 21:18
"schließlich liegt mord auch in deren natur"

aha .............

wolf navarrete
 
05
12.7.2009, 05:32

Wenn man das erste Mal einen von Deinen kommentaren liest, denkt man noch, dass wir alle ein gelegentliches Blackout haben, aber nach dem zweiten oder dritten ist die Diagnose klar.

Mormoloc
03
16.6.2009, 23:17
Ja, wenn es die bösen bulgarischen Kolonisatoren trifft, ist alles erlaubt, gelle?

Wo doch Bulgarien ein arg blutige Kolonialgeschichte in Nordafrika hat, nicht wahr?

Blöderweise wurden die fünf Frauen (nebst einem palästinensischen Arzt... auch so ein Ausbeuter!) niemals freigesprochen. Das haben Sie sich sanft ausgedacht.

Und das die HIV.Infektion schon tobte, bevor auch ur eine der Krankenschwestern mit ihrer Tätigkeit begann - auch nur ein Detail, oder?

Und daß selbst der Sohnemann vom wüsten Frauenversteher mittlerweile zugegeben hat, daß Folter zum Einsatz kam und die Anschuldigungen eh, sagen wir mal, erstunken waren - auch egal, nicht wahr?

Übrigens, Kim Jong-Il, den Sie ja so schätzen, mag Frauen auch... dessen Pornosammlung soll ja sehr beeindruckend sein.

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