Mehrheit der Israelis für Ausbau jüdischer Siedlungen

12. Juni 2009, 14:44
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Auch künftige Räumung überwiegend abgelehnt - Keine Krise mit den USA befürchtet

Jerusalem - Eine deutliche Mehrheit der Israelis befürwortet den geplanten Ausbau von etablierten jüdischen Siedlungen im Westjordanland. 56 Prozent stellten sich bei einer Umfrage zu diesem Thema hinter ihren Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu, wie das Meinungsforschungsinstitut Maagar Mohot am Freitag bekanntgab. Demnach waren nur 37 Prozent der 503 Befragten der Auffassung, Netanyahu sollte sich den Forderungen von US-Präsident Barack Obama nach einem Siedlungsstopp beugen.

50 Prozent vertraten zudem die Ansicht, ein Festhalten an der israelischen Siedlungspolitik werde letztlich keine Krise im Verhältnis zu den Vereinigten Staaten auslösen. 32 Prozent befürchteten indessen eine drastische Verschlechterung der bilateralen Beziehungen. Die Fehlerquote der Erhebung wurde mit 4,5 Prozent angegeben.

Die Umfrage ergab ferner, dass rund zwei Drittel der Befragten einem Verzicht auf die Siedlungen ablehnend gegenüber stehen. Gut die Hälfte von ihnen (36 Prozent) sind gegen jegliche Räumung, 30 Prozent wollen nur einen kleinen Teil aufgeben. Im Westjordanland leben zurzeit fast 300.000 Juden in 121 Siedlungen und mehr als 100 weiteren illegal errichteten Außenposten. (APA/AP)

 

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