Unternehmensgewinne im Aufwärtstrend

12. Juni 2009, 14:18
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Ein Kommentar aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research

USA

Sämtliche US-Aktienindizes legten auch in der abgelaufenen Woche - weniger stark als zuvor, aber doch - zu. Die Konjunktur- Vorlaufindikatoren steigen weiter an und selbst der (nachlaufende)
Arbeitsmarkt beginnt sich bereits weitaus früher tendenziell zu stabilisieren, als dies noch vor wenigen Monaten erhofft werden durfte. Unserer Meinung nach sollte sich vorerst weiterhin eine Verstetigung der Wirtschaftsstabilisierung zeigen. Damit dürften auch die Unternehmensgewinne mittlerweile das Schlimmste hinter sich haben bzw. sollten sich zumindest die Gewinnrückgänge im Jahresvergleich in den kommenden Quartalen als rückläufig erweisen. Wir setzen insbesondere ganz kurzfristig sowie auf Jahresfrist weiter auf steigende Kurse und bestätigen unsere Kauf-Empfehlung.

Europa

Die europäischen Aktienmärkte konnten neuerlich mit einer recht positiven Entwicklung aufwarten. Der deutsche Aktienmarkt entwickelte sich hingegen vergleichsweise schwach, zumal hier die
Arcandor-Pleite auf dem Sentiment lastete (dem DAX aber im Wochenvergleich KEIN Minus bescheren konnte!). Da die Nachrichtenlage seitens der Unternehmen nach wie vor extrem dünn gesät ist, wird viel davon abhängen, wie sich die Konjunkturdaten und -vorlaufindikatoren in nächster Zeit entwickeln werden. Dass aktuell auf jeden Fall immer mehr Investoren an eine Konjunkturerholung glauben, zeigt sich weiterhin an der Entwicklung der Sektoren zueinander
(zyklische werden den defensiven tendenziell vorgezogen). Der Risikoappetit ist weiterhin vorhanden und die Investoren verfügen nach vor über genügend Liquidität.

Japan

Der Nikkei 225 Index konnte jüngst über die 10.000-Punkte-Marke springen und erreichte damit sein höchstes Niveau seit mehr als acht Monaten. Neue Signale für eine Wirtschaftsstabilisierung in
China und den USA sorgen für Zuversicht, dass auch die japanische Volkswirtschaft das Schlimmste hinter sich haben könnte. Gleichwohl die Unternehmensgewinne frühestens 2010 drehen, werden die sich abzeichnende Konjunkturwende und ein zunächst weiter abwertender Yen japanische Aktien beflügeln.

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