OPEC sieht 2009 erneut weniger Öl-Nachfrage

12. Juni 2009, 13:11
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Rückgang um 1,9 Prozent auf 83,8 Mio. Fass pro Tag erwartet - Minus in Industriestaaten mit 3,8 Prozent am stärksten

Wien - Die Wirtschaftskrise drückt die weltweite Ölnachfrage heuer noch stärker als bisher angenommen. Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) geht in ihrem neuen Monatsbericht davon aus, dass die durchschnittliche tägliche Nachfrage 2009 um 1,89 Prozent oder 1,62 Mio. Barrel (je 159 Liter) auf 83,80 Mio. Barrel sinkt, hieß es am Freitag. Zuletzt war die OPEC für heuer im Mai von einem Rückgang um 1,57 Mio. Fass täglich ausgegangen, im April hatte sie noch ein Minus von 1,37 Mio. Fass pro Tag prognostiziert. 2008 hatte der Welt-Ölbedarf noch 85,41 Mio. Barrel/Tag (mb/d) betragen.

Am stärksten dürfte der Ölbedarf heuer im OECD-Raum sinken, und zwar um 3,76 Prozent bzw. 1,79 mb/d auf 45,65 mb/d, nimmt die OPEC an. In Westeuropa soll der Rückgang dabei mit 2,72 Prozent (oder 0,41 mb/d auf 14,76 mb/d) etwas moderater ausfallen als in Nordamerika mit 3,72 Prozent (oder um 0,90 mb/d auf 23,35 mb/d). Ein nennenswertes Plus gibt es heuer lediglich im Mittleren Osten (+2,87 Prozent), selbst in China stagniert der Verbrauch (+0,24 Prozent).

Auf Quartalsbasis wurde von der OPEC der Ölbedarf für das 1. Halbjahr 2009 nach unten revidiert, bis Jahresende wird aber eine graduelle Erholung der Nachfrage erwartet, heißt es im Monatsbericht. Die Nachfrage nach OPEC-Öl dürfte heuer im Schnitt bei 28,6 mb/d liegen, nimmt die Organisation an, ein Rückgang von 2,2 mb/d gegenüber vorigem Jahr. Im Vormonat Mai haben die OPEC-Mitglieder durchschnittlich 28,27 Mio. Barrel pro Tag an Rohöl produziert. (APA)

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