Dirk Luckow folgt auf Robert Fleck

12. Juni 2009, 12:55
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Neuer Leiter der Hamburger Deichtorhallen - Vorgägner zur Bonner Bundeskunsthalle gewechselt

Hamburg/Kiel - Der Direktor der Kieler Kunsthalle, Dirk Luckow (50), wird neuer Leiter der Hamburger Deichtorhallen. "Ich freue mich sehr, dass wir mit Dirk Luckow den außerordentlich erfolgreichen Direktor der Kunsthalle zu Kiel für die Deichtorhallen gewinnen konnten. Mit seinen innovativen Ausstellungsideen hat er die Kunsthalle zu Kiel zu einem besonderen Ort der Kunst gemacht", sagte Kultursenatorin Karin von Welck am Donnerstag in Hamburg. Zuvor hatte sich der Aufsichtsrat einstimmig für Luckow ausgesprochen. Der bisherige Deichtorhallen-Chef, der Österreicher Robert Fleck, war bereits im Jänner zur Bundeskunsthalle nach Bonn gewechselt.

"Ich freue mich sehr über das in mich gesetzte Vertrauen und meine neue Aufgabe in diesem Haus, das so wunderbar identitätsstiftend für die Hamburger Kunstszene ist und eine große Verlockung für Künstler wie Kuratoren darstellt", sagte Luckow, der sein neues Amt im Herbst antreten will. Mit rund 6.000 Quadratmetern sind die Deichtorhallen eine der größten Ausstellungsstätten für Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst in Deutschland. Während die kleinere Südhalle das Internationale Haus der Photographie beherbergt, liegt der Schwerpunkt in der Nordhalle auf internationaler Gegenwartskunst.

Luckow, 1958 in Hamburg geboren, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Alte Geschichte in Berlin und promovierte 1996 über Joseph Beuys. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitete er bei der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, am Guggenheim-Museum in New York und am Württembergischen Kunstverein in Stuttgart. Danach ging er als Projektleiter des Kunstförderungsprogramm der Siemens AG nach München. Mit außergewöhnlichen Ausstellungsprojekten verschaffte er der Kieler Kunsthalle seit 2002 überregionale Aufmerksamkeit. So machte er 2004 für die Ausstellung "Der demokratische Blick" alle seine Mitarbeiter, vom Tischler über die Aufsicht bis zur Reinigungskraft, zu Gastkuratoren. Für Furore sorgte auch seine Schau "Ballermann. Die Ausstellung" im Jahr 2006. (APA/dpa)

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