FIFA schüttet insgesamt 12,5 Millionen Euro aus - Sieger winken 2,7 Millionen - Neuseeland klopft Sprüche
Johannesburg - Die achte Auflage des Fußball-Turniers um
den 8. Konföderationen-Cup ab Sonntag in Südafrika ist nicht nur eine
Generalprobe für die WM 2010, sondern für die acht teilnehmenden
Ländern auch ein Millionen-Spiel. Die FIFA verteilt insgesamt 12,5
Mio. Euro als Preisgeld, wobei der Gewinner 2,7 und der unterlegene
Finalist immerhin auch noch 2,3 Millionen kassiert.
Der Sieger im Spiel um Platz drei erhält 1,9, der Verlierer 1,6
Mio. Euro. Den vier Verbänden, deren Team nach den Gruppen-Spielen
ausscheiden, wird je 1 Million Euro überwiesen. "Wie 2005 in
Deutschland erwartet uns erneut ein Festival der Meister und
spannende Partien", sagte der Schweizer FIFA-Präsident Jseph S.
Blatter vor dem Anpfiff des WM-Probelaufs.
Dauergast Brasilien
Als Titelverteidiger geht Rekord-Weltmeister Brasilien, der zum
sechsten Mal in Folge teilnehmt, ins Turnier. Die "Selecao" hatte
2005 in Frankfurt/Main ihren Erzrivalen Argentinien 4:1 bezwungen. Im
ersten Spiel der Gruppe B treffen die Brasilianer am Montag (16.00
Uhr) in Bloemfontein auf Ägypten, der regierende Weltmeister Italien
bekommt es am selben Tag (20.30 Uhr) mit den USA.
Der dritte Favorit Spanien muss bereits am Sonntag ran. Nach dem
Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Südafrka und dem Irak in
Johannesburg (16.00 Uhr) bekommt des der Europameister zum Auftakt
des Pools A in Rustenburg (20.30 Uhr) mit Neuseeland. Die "Kiwi"
verloren zwar ihre Generalprobe am Mittwoch in Pretoria gegen die
Azzurri 3:4, klopften danach aber große Sprüche.
Kiwis träumen
"Wir können die große Überraschung des Turniers werden. Drei Tore
gegen ein Team wie Italien zu erzielen gibt uns viel Selbstvertrauen.
Ursprünglich haben uns einen Punkt oder einen Sieg zum Ziel im
Confed-Cup gesetzt, aber jetzt ist es für uns ein realistischer
Traum, bis ins Halbfinale vorzudringen", posaunte der neuseeländische
Teamchef Ricki Herbert zuversichtlich.
Die Spanier, die aus Baku mit einem 6:0 über Aserbaidschan und dem
neuen Europarekord von 32 Länderspiel in Serie ohne Niederlage an Kap
kamen, sehen der Partie und dem Turnier gelassen entgegen. "Früher
wurden wir oft zu den Favoriten gezählt, obwohl wir es gar nicht
waren. Jetzt aber fühlen wir uns selbst in der Favoriten rolle, es
ist das erste Mal, dass wir als wirklicher Sieganwärter in ein
Turnier gehen", sagte Torhüter Iker Casillas.
Der Kapitän kündigte gleichzeitig an, dass die "Furia Roja" etwas
Großes erreichen und die Trophäe gewinnen wolle. Teamchef Vicente del
Bosque nannte ebenfalls den Turniersieg als Ziel, der Weltrekord von
Brasilien mit 35 ungeschlagenen Länderspielen sei nicht so wichtig.
"Obwohl eine lange und anstrengende Saison hinter uns liegt, sind wir
sowohl mental als auch körperlich in guter Verfassen", meinte der
58-Jährige.
Der ORF überträgt alle Spiel live im Fernsehen auf ORF Sport Plus
und strahlt das Endspiel am 28. Juni in Johannesburg (20.30 Uhr) in
ORF 1 aus. Außerdem wird im Internet auf der Homepage www.orf.at ein
Live-Stream angeboten. (APA)