iTunes-Gang verdiente Hunderttausende am Kauf eigener Songs

12. Juni 2009, 12:00
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Bande kaufte mit gestohlenen Kreditkarten ihre eigenen Songs und strich Tantiemen ein

Die britische Polizei und das FBI haben ein international agierendes Netzwerk aus Kriminellen aus dem Verkehr gezogen, das vergangenes Jahr hunderttausende US-Dollar mit Hilfe der Online-Musik-Shops von Apple und Amazon erbeutet haben soll. Dies berichtet die Times Online.

Der Coup

Die Bande erstellte selbst einige Songs, die sie über eine amerikanische Internetfirma bei den Musik-Shops iTunes und Amazon zum kostenpflichtigen Download anboten. Daraufhin kauften die Täter über vier Monate hinweg mit gestohlenen Kreditkarten ihre eigenen Lieder im Wert von 750.000 US-Dollar.

Den beiden Online-Vertriebe fiel der Betrug nicht auf und zahlten der Bande Tantiemen in der Höhe von 300.000 Dollar aus.

Ertappt

Vergangenen Mittwoch verhaftete dann ein Team von 60 Polizeibeamten insgesamt sieben Männer und drei Frauen in London, Birmingham, Wolverhampton und Kent.

Alle Personen befinden sich nun in Untersuchungshaft und werden der Verschwörung, des Betrugs und der Geldwäsche beschuldigt. Einer der Verdächtigten soll ein DJ sein, der die 19 besagten Songs kreierte.

Ironie des Schicksals

Die britische Polizei startete die Ermittlungen mit dem FBI zusammen im Februar 2009. Amazon und Apple geben an, vom Betrug nichts gewusst zu haben und unterstützten die Untersuchungen.

Wie es das Schicksal so will, hat der Betrug der englischen Bande nicht nur die Aufmerksamkeit der  Polizei geweckt. Angeblich hätten einige Plattenstudios bereits ihr Interesse an den Liedern bekundet. (zw)

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    Gang profitierte vom großen Geschäft der Online-Musikvertriebe

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