Warum uns "Stress" ergrauen lässt

Klaus Taschwer, 12. Juni 2009, 11:29

Forscher finden heraus, welche Folgen das Ende von Stammzellen durch DNA-Schädigung hat

New York - Die Zellen von Menschen und anderen Säugetieren haben es wirklich nicht leicht: "Man schätzt, dass jede einzelne von ihnen bis zu 100.000 DNA-schädigenden Ereignissen pro Tag ausgesetzt ist", sagt die japanische Forscherin Emi Nishimura. Dieser "genotoxische Stress" kann zum Beispiel von bestimmten Chemikalien ausgelöst werden oder UV-Strahlung.

Weil dieser "Stress" so allgegenwärtig ist, haben die Zellen einen ziemlich umfangreichen DNA-Reparaturbaukasten, um diese Schädigungen zu vermeiden und sie nicht an mögliche Tochterzellen weiterzugeben. Was aber, wenn doch Schäden entstehen? Das hat Nishimura hat mit zahlreichen japanischen Kollegen nun an sogenannten melanozytischen Stammzellen (MSC) von Mäusen untersucht. MSC sind jene Stammzellen, die Melanozyten herstellen - also die für die Haarfarbe verantwortlichen Pigmentzellen der Haut.

Wie die Forscher nun im US-Fachblatt Cell (Bd. 137, S. 1088) berichten, führt genotoxischer Stress zur Ausdifferenzierung der MSC. Mit anderen Worten: Sie sind als Stammzellen verloren, hören auf, weiter Melanozyten zu produzieren und verwandeln sich in Pigmentzellen, die noch dazu am falschen Ort sitzen. Die sichtbare Folge: ergrautes Haar bzw. Mäusefell.

Diese neuen Erkenntnisse stützen zum einen die generelle Vermutung, dass Instabilität in der Erbsubstanz ein wichtiger Faktor bei Alterungsprozessen ist. Zum anderen belegen sie die Bedeutung von Stammzellen bei der Verzögerung dieser Prozesse. Wird deren DNA nämlich doch nachhaltig geschädigt, wird das zu einer wesentlichen Ursache für verschiedenste Arten von Alterungsphänomenen, deren sichtbarste - eben - graue Haare sind. (tasch/derStandard.at, 12.6.2009)

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14 Postings
Anschauungsunterricht Leben
00
13.6.2009, 17:17
Liebe Forscher!

Warum unsere Haare ergrauen mag euch vielleicht interessant scheinen. Uns, die Öffentlichkeit, die eure Forschungen finanziert, interessiert aber vielmehr weshalb die Hälfte unserer Männerschaft einen großen Teil ihrer Haare verliert, bevor diese überhaupt die Chance bekommen zu ergrauen.
Bitte dies im Weiteren zu berücksichtigen und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

hulkjr
00
19.6.2009, 08:46
abbauprodukt männlicher hormone

killt die haarwurzel; androgenetische alopezie. auf dem gebiet wird viel geforscht. gibt sogar jetzt schon "therapien". letztlich steuert unsere evolution auf haarlosigkeit zu. die paar stellen die noch deutlich behaart sind sind eher als rudimente zu sehen.

epep
00
16.6.2009, 20:28
mich interessierts nicht ...

mfg, einer von der anderen haelfte

:-P

HerrRossi
00
16.6.2009, 13:45
Wir verlieren sie ja nicht

sie wachsen nur an anderen stellen

Minimonk
03
13.6.2009, 09:14

mein hund hat eine graue schnauze. vom stress kann das nicht kommen. ;-)

epep
01
16.6.2009, 20:29
natuerlich haben hunde auch stress ...

... sie muessen jede minute mehrere denkprozesse erledigen ... "wann gassi?", "wann fressi?", "wann schlafi?", "auf essen warten oder doch meine eigene kacki fressen?"

skipper2002
00
12.6.2009, 22:21
auch der haarausfall kommt vom stress.

Milieubedingter-Hojac oder besser Saualm-Haider?
01
13.6.2009, 23:54
Bitte um Stress

im Bereich Hals bis Zehen.
Hätte zum Tausch oder gegen Selbstabholung viel Stress am Kopf abzugeben.

FMGD
02
13.6.2009, 13:01

...muss auch noch andere Ursachen geben.
Führe ein ruhiges, unstressiges Leben und die Haare bleiben trozdem nicht dort wo sie sein sollten . . .
Nach Ihrer Theorie und meinen Haaren müsste ich Kampfpilot im Dauereinsatz sein

Ribak
00
12.6.2009, 22:54

und ich dachte von erhöhter testosteron-produktion - wird wohl beides stimmen^^

little monster
 
00
13.6.2009, 01:40

... oder von Testosteronunverträglichkeit.

christiand
00
12.6.2009, 18:26
wenn beim bill c. die monika für die grauen haare verantwortlich war ...

... was ist der grund für die strähnen vom obama?

;-)

.MS.
02
12.6.2009, 19:51

hillary clinton - die war der einzige echte stressfaktor in seinem wahlkampf.

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