Land Oberösterreich könnte für Amag garantieren

11. Juni 2009, 18:02
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Wien - Der Verkauf der Constantia Privatbank (CPB; sie gehört den fünf größten österreichischen Banken; früher hat sie zur Firmengruppe von Turnauer-Erbin Christine de Castelbajac gehört) geht voran. Laut über den Verkaufsprozess Informierten gibt es genug Interessenten für die Kapitalanlagegesellschaften, den Bereich Private Banking und die Depotbankfunktion, die aus der CPB hinaus gekauft werden sollen. Die Bank an sich, die wegen ihrer Verwicklung in die Immofinanz-Causa und der daraus drohenden Risken nicht verkauft werden kann, soll anschließend liquidiert werden, so der Plan.

Der Streit zwischen Bank und Immofinanz und Immoeast geht unterdessen weiter, vor allem rund um die Bewertung der Managementverträge wird gekämpft. Die Immofinanz fordert Geld von der Bank zurück; mit der Begründung, die Aufwertungen, die die Immofinanz getätigt habe, hätten auch "überhöhte" Managementgebühren für die Bank zur Folge gehabt.

Die Beteiligten hoffen immer noch auf einen Generalvergleich zwischen den Immo-Gesellschaften, Rudolf Fries, Bank und der Constantia Packaging B.V. rund um Castelbajac. In dessen Zentrum steht der Verkauf von Aktien der Constantia Packaging AG. Sie gehört mehrheitlich der B.V.; ein Verkaufsprozess von 30 Prozent der Aktien ist im Laufen. Überlegt wird auch, den Amag-Anteil der B.V. (16 Prozent) an die Constantia Packaging AG, der 27,6 Prozent der Amag gehören, zu verkaufen und mit dem Erlös plus Ausschüttung die offenen Kredite der B.V. bei Bank Austria und Oberbank zu zahlen.

Dem Vernehmen nach soll das Land Oberösterreich bereit sein, rund um einen Amag-Verkauf Garantien abzugeben. (gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.6.2009)

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