Aufsteiger startet als Erster in neue Saison

11. Juni 2009, 11:53
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Wiener Neustadt-Coach Kraft: "Können um guten Mittelfeldrang mitspielen" - Noch drei Namen auf Einkaufszettel - Stadion-Kapazität wird aufgestockt

Wr. Neustadt - Der Countdown in Österreich läuft. Der SC Magna Wr. Neustadt startet am Freitag als erster Verein der tipp3-Bundesliga mit den Vorbereitungen auf die neue Fußball-Saison. Trainer Helmut Kraft versammelt die Spieler des Aufsteigers im neuen VIVA-Sportzentrum in Steinbrunn, wo Ex-Kicker Bernd Dallos als Geschäftsführer fungiert, zur ersten Einheit.

Am Samstag startet dann Sturm Graz mit einem Lauftraining in Fladnitz, am Montag beginnen Meister RB Salzburg, Cupsieger Austria Wien, der LASK, Austria Kärnten, SV Mattersburg und Kapfenberger SV. Die SV Ried und Vizemeister Rapid vergattern ihre Spieler erstmals nach dem Urlaub ab 18. Juni zur "Stellung".

Nur 24 Tage nach dem 4:1-Meisterstück daheim gegen SKNV St. Pölten und lediglich zwei Wochen nach dem mit dem 2:0 beim FC Lustenau verbundenen Abschied aus der Adeg Ersten Liga kehrt Trainer Helmut Kraft, der frühere "Feldherr" von Wacker Innsbruck und SV Ried war, wieder in die höchste heimische Spielklasse zurück.

Bisher zwei Neue

In der kurzen Sommerpause hat sich im Kader der Niederösterreicher bisher nicht viel getan. Neu ist lediglich Thomas Kral vom Ostligisten SV Wienerberg und der Brasilianer Diego Viana, der 2008/09 im Dress von SV Grödig Torschützenkönig (20) war und einen Zwei-Jahres-Vertrag erhielt.

"Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass Viana uns in der Bundesliga entscheidend weiterhelfen wird", sagt Manager und Vizepräsident Ernst Neumann. Mit seiner Einstellung hat sich der 26-Jährige schon Freunde gemacht. "Er hätte noch länger Urlaub, wird aber schon ab Freitag dabei sein", erzählte Kraft, der nach der Trennung vom geschäftsführenden Vizepräsidenten Peter Svetits mit mehr Kompetenzen (Spielersuche und Einkäufe) ausgestattet ist.

Stichwort Transfers: Kraft sucht noch zwei bis drei neue Spieler für die Abwehr. Für den zum LASK zurückkehrenden Georg Margreitter soll ein Innenverteidiger und für die beiden Außenpositionen ebenso Ersatzleute verpflichtet werden. "Wir haben schon einen guten Kader, mit vielen Spielern mit Bundesliga-Erfahrung. Wir wollen ihn aber aber auf breitere Bein stellen", begründet der Feldherr seine Personalplanungen.

Suche im In- und Ausland

Namen wie Gerald Gansterer (LASK), Mario Majstorovic (Austria Wien) oder Daniel Sobkova (Austria Lustenau) usw., die in diesem Zusammenhang schon genannt wurden, seien interessant. "Ich schaue mich aber im In- und Ausland um. Wir werden keine Unsummen ausgeben, sondern suchen Spieler mit Qualität, die wenig kosten und zu uns passen", skizzierte Kraft das Anforderungsprofil für Kandidaten.

Freilich gibt es im Süden Niederösterreichs, wo erstmals seit 1972/73 (Admira Wr. Neustadt) Oberhaus-Fußball zu sehen sein wird, auch einige Spieler, für die nicht alles eitel Wonne ist. Einer heißt Sebastian Martinez. "Mit ihm wollen wir noch ein Gespräch suchen. Und was Harun Erbek, der wenig gespielt hat, betrifft, sollen beide Seiten zufrieden sein", sagte Kraft und kündigte an, dass mit Ari Taner und anderen offensiven Spielern über die Zukunft auch noch geredet werde.

Auch wenn im Personalbereich nicht alles wie gewünscht klappen sollte, dem Liga-Auftakt am 18./19. Juli blickt Trainer Kraft schon jetzt gelassen und optimistisch entgegen. "Ich habe keine Angst. Der Kader, der mir momentan zur Verfügung steht, ist bundesliga-tauglich. Viele von ihnen wie Kuljic, Aigner, Kolousek haben schon oben gespielt und dazu kommen gute junge Leute wie Reiter, Burgstaller, Dunst usw."

Das sei ein gute Mischung und sei schon in der Ersten Liga von vielen Experten und Gegnern bestätigt worden. "Ich gehe jedenfalls davon aus, dass wir um einen guten Mittelfeldplatz mitspielen können, wenn wir die zwei, drei Verstärkungen erhalten", sagte der Trainer, der verriet, dass das Stadion eine zweite Tribüne mit einer Kapazität von rund 2.500 bis 3.000 Plätzen vor den Kabinen erhalten wird. Dadurch hätte die Arena ein Fassungsvermögen von 9.500 bis 10.000 Besucher.

Zusätzliche Tribüne

Die Tribüne wird in zwei Teilen errichtet, da die Schiedsrichter und die Spieler einen Zugang zum Spielfeld benötigen und Fluchtwege da sein müssen. Zu all diesen Fragen und Planungen standen am Dienstag Andy Marek von Rapid und ein Vertreter des Sicherheitsabteilung von Austria Wien dem Neuling zur mit ihrer Erfahrungen in Wr. Neustadt Rede und Antwort. Die Flutlichtanlage soll in zwei, drei Wochen modernisiert sein.

Über das Budget wisse er nicht genau Bescheid, meinte der 50-jährige Coach, aber er geht davon aus, dass es über jenem der vergangenen Saison liegen werde. "Allein schon durch höhere Zuschauer-Einnahmen und das höhere Fernseh-Geld", so der Tiroler. Vizepräsident und Manager Ernst Neumann sagte dazu: "Der Etat ist der gleiche wie in der Ersten Liga, liegt im einstelligen Millionen-Euro-Bereich." (APA)

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    Heli Kraft ist von seiner Kader-Qualität überzeugt.

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