Sex-Attentäter zu zehn Jahren Haft verurteilt

11. Juni 2009, 09:00
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Urteil nicht rechtskräftig

Linz - Ein 36-jähriger ist nach brutalen Sexattacken auf Frauen in Oberösterreich am Mittwochabend in einem Geschwornenprozess im Landesgericht Ried im Innkreis schuldig gesprochen worden. Er erhielt die mögliche Höchststrafe von zehn Jahren Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Mann, der sich in den vergangenen Jahren zeitweilig in Oberösterreich aufhielt, soll 2008 mehrere Frauen zum Teil schwer verletzt haben, als er versuchte, sie zu entführen und sich an ihnen sexuell zu vergehen. Einem seiner Opfer brach er durch Schläge und Tritte mehrere Gesichtsknochen. Zwei von ihnen habe er außerdem jeweils ihr Mobiltelefon abgenommen. Sie wurden später in seinem Auto gefunden. Außerdem soll er 2007 im Bezirk Vöcklabruck einen Lokalbesucher beraubt haben, dem er angeboten hatte, ihn im Wagen nach Hause zu bringen.

Frauen hätten Täter "provoziert"

Der Angeklagte leugnete vor Gericht die meisten seiner Taten. Nur die Attacken auf zwei Frauen gab er zu, entschuldigte sich aber gleichzeitig mit dem Vorwurf, sie hätten ihn "provoziert". Er ist in seiner Heimat Rumänien wegen Sittlichkeitsdelikten - eines seiner Opfer war ein achtjähriges Mädchen - mehrfach vorbestraft.

Gutachten bescheinigten ihm zwar gewisse psychische Einschränkungen, etwa eine "geringe Frustrationstoleranz", er sei aber insgesamt zurechnungsfähig.

Die Geschwornen haben ihn am späten Abend weitgehend im Sinne der Anklage schuldig gesprochen. Er wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt. Erschwerend wertete das Gericht die Brutalität seiner Taten, dass es sich um mehrere Delikte gehandelt habe, sowie seine Vorstrafen. Mildernd berücksichtigt wurde sein teilweises Geständnis. Der Angeklagte meldete Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an. Der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist somit noch nicht rechtskräftig. (APA)

 

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