Neun Kandidaten für UNESCO-Vorsitz

10. Juni 2009, 15:19
posten

Konzeptpapier gefordert - Entscheidung im September

Paris - Die österreichische EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner hat bei ihrer Bewerbung um dem Chefposten der UNESCO acht Konkurrenten. Der Vorsitzende des Exekutivrats der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Paris veröffentlichte am Dienstag die Liste mit den Kandidaten für das internationale Spitzenamt. Der Kampf um die Nachfolge des scheidenden japanischen UNESCO-Vorsitzenden Koichiro Matsuura (71) hat damit offiziell begonnen. Die Amtszeit des Japaners endet im November nach zehn Jahren. Eine Verlängerung war nicht mehr möglich.

Einer der bekanntesten aber zugleich umstrittensten Kandidaten ist der ägyptische Kulturminister Faruk Husni. Er sorgte in der Vergangenheit mit anti-israelischen Äußerungen für Schlagzeilen, hat sich aber in der Zwischenzeit öffentlich dafür entschuldigt. Diplomatenangaben zufolge ist turnusmäßig der arabische Raum an der Reihe, den Vorsitzenden der UNO-Teilorganisation vorzuschlagen.

Weitere Konkurrenten der von der österreichischen Regierung ins Rennen geschickten bisherigen EU-Außenkommissarin Ferrero-Waldner sind der russische Vize-Außenminister Alexander Jakowenko, Sospeter Mwijarubi Muhongo aus Tansania, Ina Marciulionyte aus Litauen, Mohammed Bedjaoui aus Algerien, Ivonne Juez de A. Baki aus Ecuador, Noureini Tidjani-Serpos aus Benin und Irina Gueorguieva Bokova aus Bulgarien.

Der UNESCO-Exekutivrat, der sich aus 58 gewählten Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzt, soll im September einen Bewerber empfehlen, über den dann in der Generalkonferenz mit allen 193 Mitgliedstaaten im Oktober abgestimmt wird. Alle Kandidaten müssen vorher ein bis zu 2000 Worte langes Papier einreichen, in dem sie ihre Vorstellungen über die Zukunft der UNESCO schildern. (APA/dpa)

 

Share if you care.