Kartellverfahren: EU befragt PC-Hersteller

10. Juni 2009, 14:40
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Die Frage soll geklärt werden, ob Druck ausgeübt wurde, um den Internet Explorer an das Betriebssystem zu ketten

Im Kartellverfahren gegen den US-Softwarekonzern Microsoft hat die EU-Kommission nun mit der Befragung von PC-Herstellern begonnen. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg  soll so die Frage geklärt werden, ob von Seiten Microsofts Druck ausgeübt wurde, um eine Bündelung des Betriebssystems Windows mit dem Web-Browser Internet Explorer sicherzustellen.

Freiwilliger Widerspruch

Dieses Vorgehen sei aus Sicht der EU-Kommission notwendig, um sicherzustellen, dass der Widerspruch von Seiten der Hersteller gegen eine geplante Entbündelung aus freien Stücken erfolgt sei. Von Seiten Microsofts wurde erklärt, dass man keinen Druck auf die Hersteller ausgeübt habe, viele Hersteller allerdings über mögliche Kosten und technische Folgen besorgt sind, die ein Browser-Auswahlfenster bei der Installation, wie es die EU anstrebt,  mit sich bringen könnte. Daher habe man die PC-Hersteller lediglich dazu ermuntert, der EU-Kommission diese Besorgnis auch mitzuteilen, berichtet Heise.(red)

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