Bestätigte weltweite Ölreserven 2008 gesunken

10. Juni 2009, 14:11
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London - Die bestätigten weltweiten Ölreserven sind nach Angaben des Ölkonzerns BP 2008 gesunken. Sie hätten sich gegenüber 2007 um drei Mrd. Barrel (je 159 Liter) auf 1,258 Bill. Barrel verringert, erklärte BP in der am Mittwoch veröffentlichten Studie "Statistical Review of World Energy". Der Energieverbrauch in den Mitgliedstaaten in der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) sei gleichzeitig zum ersten Mal überhaupt hinter dem Verbrauch aller übrigen Länder zurückgefallen.

Die vorliegenden Daten zeigten, dass die natürlichen Vorkommen an Öl, Gas und Kohle noch Jahrzehnte den Bedarf an Energie decken könnten, erklärte BP-Chef Tony Hayward. Das vergangene Jahr und besonders das Ende des Jahres sei dadurch gekennzeichnet gewesen, dass mehr als genug Energie gewesen sei. Die größten weltweiten Ölvorräte liegen demnach mit 59,9 Prozent im Nahen Osten, wobei auf Saudi-Arabien 21 Prozent entfallen.

Kohle sei das sechste Jahr in Folge die am stärksten genutzte Energiequelle gewesen, heißt es in der Studie. Der Verbrauch sei 2008 weltweit um 3,1 Prozent gestiegen. Für den Anstieg war zu 85 Prozent China verantwortlich, wo 6,8 Prozent mehr Kohle verbraucht wurde. Die Atomenergie ging vor allem wegen der Folgen eines Erdbebens in Japan um 0,7 Prozent zurück. Die Nutzung der Wasserkraft stieg um 2,8 Prozent, wobei China seine Produktion um 20,3 Prozent erhöhte. Sonnenenergie legte im vergangenen Jahr um 69 Prozent zu, Windenergie um 30 Prozent. Bei der Nutzung der Windenergie wurde Deutschland erstmals von den USA überholt, die ihre Produktion um 49,5 Prozent steigern konnten. (APA/AP)

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