Radfahren als Gesundheitsmotor

10. Juni 2009, 12:12
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Risiko für Herzinfarkt, Diabetes, Bluthochdruck, Krebs und Depressionen niedriger

Laut einer Studie des Lebensministeriums und der Wirtschaftskammer Österreich ist Radfahren der Gesundheits- und Wirtschaftsmotor schlechthin. Das Fahrrad weist eine beeindruckende Ökobilanz auf. Es kommt ohne fossile Energie aus, verursacht weder Feinstaub, noch Stickoxide oder Treibhausgase und praktisch keinen Lärm.

Gesundheitsfaktor Radfahren

Radfahren ist überaus gesund. Wer sich regelmäßig aufs Rad schwingt, reduziert das persönliche Risiko für Herzinfarkt, Diabetes, Bluthochdruck und Krebs und leidet seltener an Depressionen. Laut WHO ist das Sterbe-Risiko in der Altersgruppe von 20 bis 60 Jahren bei Radfahrern um 28 Prozent geringer. Bei einer Verdoppelung des Radverkehrs auf 10 Prozent, wie das im Masterplan Radfahren des Lebensministeriums angestrebt wird, wäre eine Entlastung des Gesundheitssystems um 810 Millionen Euro jährlich möglich. Für das Burgenland, das ebenfalls auf die Zehn-Prozent-Marke kommen möchte, wäre ein Gesundheitsnutzen von 25 Millionen Euro pro Jahr erreichbar.

Wie groß das Potenzial für das Radfahren in Österreich ist, wird anhand der mit dem Auto durchschnittlich zurückgelegten Wegstrecken klar: 25 Prozent aller Autofahrten sind kürzer als zwei Kilometer - eine Distanz, die mit dem Fahrrad in 8 Minuten zurückgelegt werden kann - und 50 Prozent aller Autofahrten sind kürzer als 5 Kilometer, die mit einer 20 minütigen Radfahrt bewältigt werden könnten. Für kurze Distanzen auf das Fahrrad umzusteigen nützt aber nicht nur der Umwelt und dem Klima, auch Gesundheit und Wirtschaft würden profitieren. (red, derStandard.at)

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