Lesbische Redakteurin verlor Gerichtsprozess

9. Juni 2009, 19:06
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Kündigung sei nicht wegen ihrer sexuellen Veranlagung erfolgt

Helsinki - Die lesbische Journalistin Johanna Korhonen hat einen von ihr angestrengte Prozess in Finnland verloren. Die 40-Jährige hatte vom finnischen Medienkonzern Alma Media 230.000 Euro Schadenersatz wegen Diskriminierung gefordert. Korhonen war vergangenes Jahr kurz vor Antritt ihrer Stelle als neue Chefredakteurin der in Rovaniemi erscheinenden Tageszeitung "Lapin Kansa" wieder gekündigt worden, nachdem bekannt wurde, dass sie mit einer Frau in einer Lebensgemeinschaft zusammen lebt.

Das Gericht in Helsinki folgte in seinem Urteil vom Dienstag der Argumentation des Medienkonzerns. Dieser hatte behauptet, die Kündigung sei nicht wegen der sexuellen Veranlagung Korhonens erfolgt, sondern deshalb, weil sie diesbezüglich beim Anstellungsinterview nicht die Wahrheit gesagt habe. Dies habe einen Vertrauensbruch bedeutet und somit den Kündigungsgrund ergeben. Korhonen kündigte Berufung an. (APA)

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