Grüne holen zweites Mandat

9. Juni 2009, 18:20
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SPÖ büßt bei EU-Wahl ein weiteres Mandat ein - Grüne Kandidatin Lichtenberger profitiert - Wahlbeteiligung bei 45 Prozent

Wien - Die Zwischenauszählung der Briefwahl-Stimmen hat - wie erwartet - eine Mandatsverschiebung bewirkt: Die SPÖ verliert eines ihrer fünf Mandate, die Grünen bekommen eines dazu. Damit stehen der ÖVP sechs der 17 österreichischen Sitze im EU-Parlament zu, der SPÖ vier, Hans Peter Martin drei, die FPÖ und die Grünen je zwei.

Für die Grüne Eva Lichtenberger bedeutet diese Mandatsverschiebung den sicheren Einzug ins EU-Parlament. Die Listenzweite hatte noch kurz vor der Wahl bekanntgegeben, einen Vorzugsstimmenwahlkampf zu führen - und hätte bei nur einem Mandat auf eine Vorreihung hoffen müssen.

Das fünfte Mandat der SPÖ wäre dem Oberösterreicher Josef Weidenholzer zugestanden. Er muss nun darauf hoffen, dass der Vertrag von Lissabon in Kraft tritt - denn dann würden die SPÖ und das BZÖ die beiden Mandate erhalten, die Österreich dann mehr zustehen.

Mehr als 45 Prozent Wahlbeteiligung

Mit den bis Dienstag eingelangten Briefwahl-Stimmen ist auch die Wahlbeteiligung bei der EU-Wahl deutlich gestiegen - von 42,4 Prozent am Wahlsonntag auf nun 45,3 Prozent. Damit wurde der Wert des Jahres 2004 (42,4 Prozent) schon klar übertroffen. Kommenden Montag, wenn die bis dahin noch einlangenden Briefwahl-Stimmen ausgezählt werden, wird die Beteiligung noch etwas steigen.

Die Zahl der bisherigen Briefwahl-Stimmen beträgt 185.482. Profitiert hat neben den Grünen die ÖVP. Sie liegt jetzt mit 29,97 Prozent immer noch knapp unter der 30-Prozent-Marke. Die Grünen sind von 9,50 auf 9,74 Prozent gestiegen. (APA)

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    APA-FOTO: BARBARA GINDL

    Von Grünen-Chefin Glawischnig und Spitzenkandidatin Lunacek (links) war es angekündigt worden, nun ist es da: ein zweites Mandat im EU-Parlament.

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