Häupl fordert verpflichtende EU-Volksabstimmungen

9. Juni 2009, 18:15

Wiener Bürgermeister erneuert Forderung

Wien  - Nach dem Desaster der SPÖ bei der EU-Wahl vergangenen Sonntag bringt der Wiener Bürgermeister Michael Häupl wieder die Forderung nach verpflichtenden Volksabstimmungen "zu wichtigen EU-Fragen" aufs Tapet. Er will damit "endlich die politischen Eliten zwingen, die Auseinandersetzung" mit der Bevölkerung zur EU zu führen, sagte er im Interview mit der Tageszeitung "Österreich" (Mittwoch-Ausgabe).

Das "schreckliche EU-Ergebnis" sei die Quittung dafür gewesen, dass es seit der Volksabstimmung über den EU-Beitritt Österreichs 1994 keine solche Auseinandersetzung gegeben habe. Häupl hält die Idee von der verpflichtenden Volksabstimmung für "jetzt wohl endlich umsetzbar".

In Sachen Vermögensbesteuerung zeigt Häupl "große Sympathie für eine effiziente Vermögenssteuer", lehnt die Wiedereinführung der Erbschaftssteuer aber strikt ab. Die Forderung nach einem schärferen sozialen Profil der SPÖ kann er nicht nachvollziehen: "Hannes Swoboda hat doch ständig die Finanztransaktionssteuer gefordert. Was hat es genützt?" (APA)

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Chaton bleu
 
00
15.6.2009, 16:59
'Häupl fordert verpflichtende EU-Volksabstimmungen'

allg.: forderung X im bereich Y, der mit dem kompetenz/relevanzbereich Z des betrachteten wahlwerbers rein gar nix zu tun hat.

ah, die Wiener Landeswahl rückt näher. der Strache macht also einen Landeswahlkampf bei der Wahl des Europ. Parlaments, dafür stellt der Häupl konsequenzlose forderungen bzgl. EU-fragen im Wiener Wahlkampf auf!

wie lange lassen wir uns eigentlich noch vera...

1116er
14
12.6.2009, 09:51
ja zu eu volksabstimmungen!

aber nur zu einer gemeinsamen abstimmung in ALLEN ländern.

nationale abstimmungen nur zu einer einzigen frage: wollen wir eu-mitglied bleiben oder nicht.

mr smoky
00
12.6.2009, 01:21
für eine "effiziente" vermögenssteuer, aber gegen eine erbschaftssteuer


jede halbwegs finanziell lohnende vermögenssteuer wird auf dauer die erbschaften verkleinern - also jede vermögenssteuer ist in sich eine erbschaftssteuer

aber anscheinend wird in der spö immer noch gedacht dass die wählerInnen die aussagen der sp-politiker ernstnehmen und leere wortspenden ausreichend sind

Tschurndorf
34
10.6.2009, 23:54
war er schon wieder besoffen?

Pepe Nero
00
15.6.2009, 12:44
Ist der Papst Katholik?

bewusstsein
02
10.6.2009, 23:09

mit einer umfassenden demokratiereform (hin zu mehr partizipation) könnte die spö vieles an glaubwürdigkeit zurückgewinnen.

also dann ...
02
10.6.2009, 17:43
heeeiiii . . . der nächste p r - s c h m ä h !

irgendwie werden die statements der spö...
im unterhaltsamer - was nicht konform mit den inhalten geht.

diese hier ...
ist nichts anderes als eine volks(demokratie)beruhigungs-pille um nicht mehr über permanente niederlagen reden zu müssen.
irgendwie auch wieder verständlich - odr ?

Toni Meister
02
10.6.2009, 17:42
Hannes Swoboda hat doch ständig die Finanztransaktionssteuer gefordert

Der Herr Bgm. hat nur nicht dazugesagt seit wann Swoboda die F.-Transaktionssteuer verlangt hat. Jahrelang hat der Herr Swoboda jede neokonservative Aktion mit abgesegnet. Im Wahlkampf hat doch dem Mann niemand mehr geglaubt.
Nebenbei gesagt: Im "tollen" A-Team der SPOE liegt schon der Keim fuer die naechste EU-Wahl-Niederlage.

Horus_the_Chorus
00
10.6.2009, 17:41

Und der nächste Wahlkämpfer startet los

proteus
03
10.6.2009, 15:56
Glaubwürdig

wird das Ganze erst, wenn Häupl auch für eine Volksabstimmung zum Vertrag von Lissabon eintritt. Sonst müßte man glatt annehmen er will die Bürger für dumm verkaufen.

rompitasche
01
10.6.2009, 15:05
viele Standard-Poster haben halt Fantasie

und können in diese paar APA-Zeilen alles mögliche hineinlesen - manche sogar eine Wahlpflicht (geht's no?).

Für mich ist dem Artikelchen nicht zu entnehmen, ob unser hochgeschätzter Herr Bürgermeister nur den Krone-Brief aufgewärmt hat, oder was Neues gesagt - ein, zwei Sätze verbatim wären nicht schlecht gewesen

Fred Wirtschaftsflüchtling
01
10.6.2009, 14:55
Ist das Thema dem Häupl zu schwierig? dass er das Volk befragen will?

Das einzige wozu ich eine Meinung habe ist, ob ich den Häupl noch länger aushalte. Da gibt es aber eh demnächst eine Wahl. Das reicht mir an demokratischer Mitbestimmung.
Wozu haben wir die Kandiaten und Funktionäre gewählt? Sonst könnt ich ja eh alles gleich selber entscheiden.

Urfahraner Auge
02
10.6.2009, 16:27
Also ehrlich gesagt,

für mich ist ein Kreuzerl alle paar Jahre beim geringsten Übel ein bisschen wenig an Demokratie.

Allerdings sollte nicht nur bei EU-Fragen, sondern bei allen wichtigen Fragen eine Volksabstuimmung kommen.

rudi rednose
00
10.6.2009, 14:38
Ich komme beim Häupl der späten Jahre immer mehr

zur Erkenntnis, das dauerhafter "Gebrauch" alkoholischer Substanzen seine Leistung - in jeder Beziehung - nicht unbedingt verbessert hat.

Es wäre Zeit zu gehen und sich zu erholen.

dur&moll
00
10.6.2009, 18:52
zur "kur" nach KALKSBURG?

Liberalix
11
10.6.2009, 14:28
Grätzlabstimmungen sind Gartenzwergpolitik

Gegen europaweite Abstimmungen ist nichts zu sagen, ja, die sind zu befürworten.

cannery row
00
10.6.2009, 13:06
läuft doch eh blendend..

für eu-gegner. wenns noch eine weile so weitergeht, führt sich das ganze ohnehin ad absurdum.

A. Raunzer
11
10.6.2009, 12:42
Logisch. Er würde ja auch

die Hietzinger darüber abstimmen lassen, ob er weiter Bürgermeister sein darf. Wenn's dort eine Mehrheit gegen ihn gibt, ist das nur demokratisch.

dawoita
01
10.6.2009, 12:29
Die Europaeer werden auch zu Volksabstimmungen nicht hin gehen, ...

... solange sie persoenlich nichts mit der EU verbindet und die EU am eigenen Leib nicht erfahren.

Beispiel: Jeder Landwirt hat eine Meinung zur EU! Warum? Weil er die Entscheidungen in Bruessel und Strassburg direkt zu spüren bekommt. Ausser dieser Berufsgruppe gibt es aber wenige andere die auf aehnliche Weise einen Bezug zur EU herstellen koennen. Und das wird sich nicht so schnell aenderen, weil die EU keine Steuern einhebt, keine Schulen und Universitäten stiftet, keine "Interstate Highways" baut, keine gemeinsame Sicherheits- und Aussenpolitik betreibt, nicht von vom Volk direkt oder indirekt gewählten Vertretern repräsentiert wird.

Der Euro alleine ist zu wenig!

Waldorf
 
00
10.6.2009, 12:26

Jaja, nach den Wahlen kann man leicht etwas fordern. Haben sie in 4 Jahren sowieso wieder vergessen.

Harald Bruckner
10
10.6.2009, 10:36
nur EU weite Lösung denkbar

Eine Volksabstimmung über eine Verfassung sollte selbstverständlich sein.
Aber bitte nicht über jeden Schmarrn.
Und nicht länderweise. (Wenn bei 90% EU-weit ein Land dagegen ist, gibt es nichts.) Hier bedarf es einer, in der EU Verfassung festgeschriebener Reform.
Typisch, dass das Politiker erst jetzt schnallen - sind eben Populisten.

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
00
10.6.2009, 09:54
Verpflichtend

Eigentlich wäre eine Volksabstimmung ohnehin selbstverständlich.
Der Herr Bürgermeister soll sich aber lieber nicht verkühlen, denn wenn die Volksabstimmung, was fast sicher ist, kontra EU ausgeht, was dann? Dann geht's ihm so wie dem Kreisky mit Zwentendorf...

bewusstsein
02
10.6.2009, 23:12
demokratie ja,

aber nur wenn sie meiner meinung entspricht.

...geht's eh noch?!
02
10.6.2009, 09:31
„Bist du nicht willig, dann brauch ich Gewalt“

Zugegeben, verpflichtende EU-Volksabstimmungen bzw. die EU-Parlaments Wahl verpflichtend zu machen um dem Thema „EU“ mehr Gewicht zu verleihen (=Wahlbeteiligung), war auch mein erster Reflex.

Nur, die von Häupl angesprochene
„Auseinandersetzung“...was hat denn die SPÖ bis jetzt davon abgehalten? Zur „Auseinandersetzung“ mit dem EU-Thema brauchts ja keine verpflichtenden Volksabstimmungen *gg*

MarioV
04
10.6.2009, 09:20

Du wirst doch nicht demokratisch werden, Genosse.

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