Island könnte auf Tonnen von Walfleisch sitzen bleiben

9. Juni 2009, 16:52
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Hauptabnehmer Japan zeigt kein Interesse an Fleisch von 150 Finnwalen - Jugend isst lieber etwas anderes

Reykjavik/Helsinki - Die Isländer bleiben offenbar auf ihren nach rund 20 Jahren heuer erstmals wieder in größerem Stil gejagten Walen weitgehend sitzen: Laut einem Bericht der Tageszeitung "Frettabladid" wollen die Japaner die für den Export 2009 eingeplante Menge Fleisch von 150 Finnwalen nicht kaufen. Als Grund habe der Hauptimporteur das zu geringe Interesse der japanischen Jugend an der umstrittenen kulinarischen Köstlichkeit genannt.

Widersprüchliche Zahlen

Der Geschäftsführer der isländischen Walfang-Flotte "Hvalur hf.", Kristjan Loftsson, dementierte die Absatzschwierigkeiten und nannte als für 2009 geplante Exportmenge nach Japan 6.000 Tonnen Finnwalfleisch - das entspricht der gesamten für die heurige Saison festgelegen Fangquote. Laut einem japanischen Greenpeace-Vertreter beträgt der gesamte Finnwalkonsum in Japan jährlich jedoch nur rund 4.000 Tonnen.

Der frühere Jagd- und Fischereiminister Einar K. Gudfinnsson hatte Ende Jänner an seinem letzten Arbeitstag nach dem Zusammenbruch der Regierung die Fangquote für Finn- und Zwergwale für die kommenden Jahre beträchtlich erhöht. Die Entscheidung wurde von der jetzigen rot-grünen Regierung nur teilweise revidiert. Die für 2009 festgelegte Quote (150 Finn- und 100 Zwergwale) blieb bestehen. (APA)

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    Offenbar ist die Nachfrage nach Walfleisch in Japan nicht groß genug; Island könnte auf Tausenden Tonnen sitzen bleiben.

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