Jubiläum für Wolf Theiss Award

9. Juni 2009, 14:50
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Zum 10. Mal verliehen - "Preis hat sich ausgezahlt"

Zum 10. Mal wurde vergangene Woche der Wolf Theiss Award (WTA) für eine Top-Dissertation im Wirtschaftsrecht verliehen - und erstmals war der Preisträger nicht dabei. Lucas Prunbauer legte gerade Prüfungen an der London School of Economics ab und ließ sich von seiner Schwester vertreten. Kompensiert wurde sein Fehlen auch von einer mitreißenden Festrede des Genetikers Markus Hengstschläger, der im Liechtenstein Museum erläuterte, wie individuelle Talente am ehesten zum Erfolg geführt werden können - nämlich durch die Existenz eines möglichst breiten Spektrums an Möglichkeiten, "weil wir nie wissen, was auf uns zukommt".

Für Wolf-Theiss-Partner Markus Heidinger, der den Preis gemeinsam mit dem Standard im Jahr 2000 gründete, hat sich die Ausschüttung von anfangs 10.000 und jetzt 12.000 Euro im Jahr an einen Absolventen - geteilt wird nur im Ausnahmefall - ausgezahlt. "Wir setzen ein positives Signal und werden als Kanzlei damit identifiziert", sagt er. Der Geldpreis sei eines der angesehensten Juristenpreise, und der Veröffentlichungspreis mache gute Arbeiten einem breiteren Kreis verfügbar.

Frühere Sieger arbeiten heute an Universitäten, in Unternehmen und anderen Kanzleien - bloß bei Wolf Theiss, der größten Kanzlei des Landes, ist keiner gelandet. (ef, DER STANDARD, Printausgabe, 10.6.2009)

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