Private Haushalte erhöhten ihre Einlagen

9. Juni 2009, 14:48
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Wien - Die Privaten Haushalte Österreichs haben heuer im ersten Quartal 2,55 Mrd. Euro auf die hohe Kante gelegt. Dabei haben sie 1,45 Mrd. Euro an Termineinlagen abgezogen und 4 Mrd. Euro in Sicht- und Spareinlagen veranlagt, teilte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) am Dienstag mit. Alle Spareinlagen zusammen legten um 5,97 Mrd. Euro (2,2 Prozent) auf 281,71 Mrd. Euro zu.

Die Schweizer-Franken-Kredite gingen, wechselkursbereinigt um rund 1 Prozent zurück. Im Gegensatz dazu erhöhten sich die Kredite in japanischen Yen wechselkursbereinigt sowohl im Haushaltssektor (+1,34 Prozent) als auch bei den Unternehmen (+1,71 Prozent).

Bei den privaten Haushalten waren fast 75 Prozent aller Kredite in Schweizer Franken endfällige Ausleihungen mit Tilgungsträgermodellen, bei den Unternehmen waren es 25 Prozent. Der Großteil dieser endfälligen Tilgungsträgerkredite weise eine Restlaufzeit von 10 und mehr Jahren auf, so dass die derzeitige krisenbedingte Unterdeckung vieler Tilgungsträgermodelle noch aufgeholt werden könne, so die OeNB.

Die unkonsolidierte Bilanzsumme der in Österreich meldepflichtigen Kreditinstitute belief sich Ende März 2009 auf 1.069,53 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahresende 2008 bedeute dies eine nur marginale Veränderung von 0,43 Mrd. Euro. Dieser Stand verteilt sich zu 56,1 Prozent auf Spareinlagen (158,12 Mrd. Euro), 27,8 Prozent auf Sichteinlagen (78,25 Mrd. Euro) und 16,1 Prozent auf Termineinlagen (45,34 Mrd. Euro). (APA)

 

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