Mehr Betriebe wollen Personal abbauen als aufnehmen

9. Juni 2009, 16:04
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Zehn Prozent der Betriebe wollen Personal aufstocken, elf Prozent abbauen - Positiver Trend nur in Oberösterreich - Wien und Kärnten Schlusslicht

Wien - Von 767 österreichischen Betrieben wollen zehn Prozent im kommenden Quartal neue Mitarbeiter engagieren, elf Prozent müssen Personal abbauen. Oberösterreich sticht positiv heraus. Den stärksten Personalabbau gibt es in Wien und Kärnten , wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Beschäftigungsausblick des Personaldienstleisters Manpower hervorgeht.

Die meisten Jobs sind derzeit in Oberösterreich zu finden - 17 Prozent der Unternehmen wollen Personal aufstocken, fünf Prozent reduzieren und 78 Prozent halten ihren Bestand. Mit der zweitbesten Prognose liegt die Steiermark im Ranking. Gegenüber zwölf Prozent der Betriebe die Menschen einstellen wollen stehen neun Prozent, die Abbau planen.

Salzburg verzeichnet ein knappes Plus, 14 Prozent bauen auf, 13 Prozent ab. Gleichstand bei Einstellungen und Reduktionen gibt es in Tirol - mit je 18 Prozent entwickelt sich eine starke Bewegung in beide Richtungen. In Vorarlberg planen 13 Prozent der Personalchefs Neuaufnahmen, 14 Prozent wollen Kündigungen aussprechen.

Auch im Burgenland halten sich Auf- und Abbau die Waage - sieben Prozent haben Stellen zu vergeben, in acht Prozent der Unternehmen werden Jobs gestrichen. Drei Prozent der niederösterreichischen Arbeitgeber wollen Personal einstellen, acht Prozent einsparen, 88 Prozent erwarten keine Änderungen, ein Prozent weiß es nicht. Wien und Kärnten teilen sich die rote Laterne: Während in der Bundeshauptstadt in sieben Prozent der Firmen Plätze frei sind und 20 Prozent mit Reduktionen rechnen, stehen in Kärnten ein Prozent aufnahmewilligen Unternehmen 14 Prozent mit geplanten Kündigungen gegenüber.

Besonders im Bauwesen zeichnet sich eine Flaute ab: Nur ein Prozent hat Posten zu vergeben, zwölf Prozent müssen abbauen. In der Sparte Gastronomie und Hotellerie schlagen sich zehn Prozent Mehreinstellungen und elf Prozent Einsparungen als Minus trotz Hochsaison zu Buche. Auch im Handel wird mit Kürzungen gerechnet, acht Prozent wollen Mitarbeiter engagieren, demgegenüber stehen 21 Prozent der Betriebe, die ihren Bestand verringern müssen. Positive Bilanz im Sektor Öffentliche Hand und Soziales - 14 Prozent wollen auf-, sechs Prozent abbauen. (APA)

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