US-Gesandter Mitchell begann Gespräche in Israel

9. Juni 2009, 14:04
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Besuch wird überschattet von den jüngsten Auseinandersetzungen über einen von den USA geforderten vollständigen Siedlungsstopp in Palästinensergebieten

Tel Aviv - Der US-Nahostgesandte George Mitchell hat am Dienstag in Israel Gespräche über die Zukunft des Nahost-Friedensprozesses aufgenommen. Am Morgen traf er zunächst mit dem israelischen Verteidigungsminister Barak zusammen. Sein Besuch wird überschattet von den jüngsten Auseinandersetzungen über einen von den USA geforderten vollständigen Siedlungsstopp in den Palästinensergebieten.

Mitchell will am Dienstag noch Außenminister Lieberman und Ministerpräsident Netanyahu treffen. Am Mittwoch reist er zu Gesprächen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nach Ramallah.

Mitchell will noch in dieser Woche auch Syrien und den Libanon besuchen. Nach den Gesprächen mit der israelischen Regierung und der Palästinensischen Autonomiebehörde wird Mitchell nach Damaskus und Beirut weiterreisen. Es wäre das erste Mal seit seiner Ernennung zum Nahost-Gesandten, dass Mitchell Syrien und den Libanon besucht.

Obama hatte am Donnerstag bei seiner Grundsatzrede in Kairo einen vollständigen Siedlungsstopp Israels gefordert. Dies hat Netanyahu bisher abgelehnt, er will in den bestehenden Siedlungen ein "natürliches Wachstum" erlauben. Der US-Präsident bekräftigte auch die Forderung nach der Einrichtung eines Palästinenserstaates. Auch dazu hat Netanyahu sich bisher nicht bekannt.

Die israelische Zeitung "Haaretz" berichtete unter Berufung auf Vertraute Netanyahus, der Regierungschef glaube, Obama strebe eine Konfrontation mit Israel an, um die arabische Welt zufriedenzustellen. (APA/dpa/ag.)

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