Truppen unterstützen Bürgerwehr im Kampf gegen Taliban

9. Juni 2009, 13:32
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2.000 pakistanische Stammesangehörige setzen sich gegen Extremisten zur Wehr

Peshawar - Im Nordwesten Pakistans schließen sich immer mehr Stammesangehörige Bürgerwehren an, um gegen die Taliban zu kämpfen. Die inzwischen mehr als 2.000 Mann wurden am Dienstag von den Einwohnern dreier weiterer Ortschaften im Bezirk Ober-Dir unterstützt, wie die Polizei mitteilte. Die Streitkräfte setzten in der Region Kampfhubschrauber ein und beschossen zwei Dörfer, in denen Taliban-Kämpfer Unterschlupf gefunden hatten.

Die Bürgerwehren belagerten Stützpunkte der Extremisten und hinderten sie daran, zu flüchten, wie Polizeisprecher Atlas Khan erklärte. Der Polizeichef von Ober-Dir, Ejaz Ahmad, sagte, rund 200 Kämpfer leisteten heftigen Widerstand. Nach Militärangaben wurden binnen 24 Stunden in der gesamten Region 27 Extremisten getötet und 22 weitere festgenommen. Bei einem Überfall auf eine Kontrollstelle sei außerdem ein Soldat getötet worden.

Der Aufbau der Bürgerwehren begann am Wochenende nach einem Anschlag auf eine Moschee, dem am Freitag 33 Menschen zum Opfer gefallen waren. Die Regierung hatte die Bevölkerung schon wiederholt ermutigt, in Bürgermilizen - sogenannten Lashkars - gegen Extremisten mobil zu machen. (APA/AP)

 

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