Interpol hilft bei Identifizierung der Opfer

9. Juni 2009, 13:25
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Abgleich von Fingerabdrücken, Röntgenaufnahmen und Operationsnarben

Die Polizeiorganisation Interpol hilft bei der Identifizierung der Opfer des Flugzeugabsturzes vom Pfingstmontag. Dabei geht es um den Abgleich von Fingerabdrücken, Röntgenaufnahmen der Gebisse und von Operationsnarben der geborgenen Leichen mit früheren Daten der 228 Flugzeuginsassen. "Da die Opfer dieser Tragödie aus allen Teilen der Welt kommen, ist internationale Zusammenarbeit entscheidend für eine akkurate, würdevolle und schnelle Bergung und Identifizierung", sagte Interpol-Generalsekretär Ronald K. Noble am Dienstag in Lyon. Auch nach dem Tsunami in Asien im Dezember 2004 hatte Interpol bei der Identifizierung der Leichen geholfen.

Bis Montagabend hatten die Helfer 24 Menschen aus der Air-France- Maschine tot aus dem Wasser geborgen. Die Leichen werden zunächst auf die Insel Fernando de Noronha gebracht und sollen anschließend auf dem Festland in Recife identifiziert werden. Die jüngsten Fundorte liegen 440 Kilometer nordöstlich der Sankt-Peter-und-Pauls-Felsen in einer Gegend, wo das Meer 3.500 Meter tief ist.

Persönliche Gegenstände gefunden

Die brasilianische Marine konzentriert ihre Suche auf die Leichen. Die Bergungsmannschaften fanden auch hunderte Wrackteile und persönliche Gegenstände der Passagiere, darunter Taschen, Laptops, Kameras, Kleidungsstücke und Papiere.

Der für die Aufklärung des Absturzes wichtige Flugschreiber soll mit Hilfe von U-Booten und Spezialgeräten gesucht werden, die in den nächsten Tagen in dem Seegebiet erwartet werden. Nach anfänglichen Spekulationen über Blitzeinschläge konzentriert sich die Debatte jetzt auf die Frage, ob ein Ausfall der Sonden zur Messung der Geschwindigkeit zum Absturz des Airbus beigetragen hat. (APA/dpa)

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