Sekte verlangt Steuerrabatt für Stundenhotels

9. Juni 2009, 13:20
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Einnahmen als wohltätige Spenden deklariert

Eine japanische Sekte ist mit ihrer Interpretation von Nächstenliebe zunächst gescheitert. Die Gesellschaft für kosmische Wahrheit wollte ihre Einnahmen aus dem Betrieb von Stundenhotels als gemeinnützige Spenden von der Steuer absetzen, wie die Zeitung "Asahi Shimbun" am Dienstag berichtete. Die Gruppe, die mindestens 23 sogenannte Liebeshotels betreibt, hatte Einnahmen von rund 1,4 Milliarden Yen (zehn Millionen Euro) als Spenden deklariert, um Steuervergünstigungen in Anspruch nehmen zu können. Der Fiskus verdonnerte die Sekte zu einer Strafe von 300 Millionen Yen.

Die Gesellschaft für kosmische Wahrheit legte bereits Einspruch ein und argumentierte, das Geld sei für benachteiligte Kinder ausgegeben worden. Dem Zeitungsbericht zufolge steht vor einem der Stundenhotels im Verwaltungsbezirk Nagano eine Statue der buddhistischen Göttin Kannon, mit der um Spenden geworben wird. Der Hotelmanager sagte dem Blatt, 2.000 Yen des Übernachtungspreises von 5.500 Yen würden für wohltätige Zwecke eingesetzt. (APA/AFP)

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