Texas Instruments schöpft Hoffnung

9. Juni 2009, 13:12
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New York - Der Infineon-Rivale Texas Instruments (TI) sieht Anzeichen für eine Erholung des rezessionsgeplagten Speicherchipbranche. Der Markt für Analog-Chips, die auch in Telefonen und Autos verwendet werden, habe sich zuletzt zum stärksten Wachstumsmotor entwickelt, teilte das Unternehmen am Montagabend mit. Vor allem in Asien ziehe die Nachfrage an, während Europa und die USA hinterherhinkten, sagte der zuständige TI-Manager Ron Slaymaker. Der Konzern hob seine Gewinn- und Umsatzprognose für das zweite Quartal an.

Insbesondere der Verkauf von Speicherchips für Handys läuft demnach besser als erwartet. Der größte Kunde des Konzerns in dem Bereich ist der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia. Chiphersteller wie TI und Infineon litten in den vergangenen Quartalen vor allem darunter, dass ihre Kunden zunächst mit dem Abbau ihrer Lagerbestände auf die Kaufzurückhaltung der Verbraucher reagierten.

Dieser Trend werde sich nun wahrscheinlich verlangsamen, sagte Slaymaker. Allerdings seien die Hersteller noch nicht so weit, ihre Lager wieder aufzufüllen. Dafür warteten sie noch auf ein Anziehen der Nachfrage.

Nachbörslich legten TI-Aktien in New York um vier Prozent zu. Die Anteilsscheine des Konkurrenten Infineon notierten im Vormittagshandel in Frankfurt zwei Prozent höher.

Texas Instruments rechnet im zweiten Quartal nun mit einem Gewinn pro Aktie von 14 bis 22 Cent. Zuvor hatte der Chiphersteller ein Ergebnis pro Anteilsschein von einem bis 15 Cent prognostiziert. Der Umsatz werde zwischen 2,3 und 2,5 Mrd. Dollar (zw. 1,66 Mrd. und 1,80 Mrd. Euro) liegen, nachdem zuvor 1,95 bis 2,40 Mrd. Dollar erwartet worden waren. Von Reuters befragte Analysten hatten bisher mit einem Umsatz von durchschnittlich 2,21 Mrd. Dollar gerechnet. (APA/Reuters)

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