Hermes koppelt sich von Krise ab

9. Juni 2009, 13:00
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Umsatz stieg 2008/09 um 3,9 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro

Hamburg - Der deutsche Paketdienst Hermes wächst in der Krise: Im Geschäftsjahr 2008/09 stieg der Umsatz um 3,9 Prozent auf 1,02 Mrd. Euro. Das im März begonnene neue Geschäftsjahr habe "besser als erwartet" begonnen und der nach DHL zweitgrößte deutsche Paketdienst erwartet 2009 erneut Zuwächse, sagte Firmenchef Hartmut Ilek am Dienstag in Hamburg.

Die Tochter des Handelskonzerns Otto gab keine Gewinnzahlen bekannt. Ilek sagte nur, man sei "mit dem Ergebnis zufrieden". Hermes transportiert die Pakete des Otto-Versandes, aber auch anderer Anbieter wie Amazon.

Hermes führt das Wachstum vor allem auf die gute Entwicklung im E-Commerce zurück, dem Einkauf im Internet. "Große wie kleine Versender haben in ihre Online-Shops investiert. Davon profitieren wir", sagte Ilek.

Immer stärker greift Hermes auch im Privatkundengeschäft die Post-Tochter DHL an: In inzwischen 14.000 Paketshops in Deutschland können Pakete abgegeben werden. Ilek beklagte sich darüber, dass der Versand von DHL-Paketen von der Mehrwertsteuer befreit sei, Hermes aber nicht. Er fordert die Bundesregierung auf, diese "Ungerechtigkeit" zu beenden. (APA/AP)

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