Gemischte Gefühle nach der Apple WWDC

9. Juni 2009, 12:50
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Apple hat das neue iPhone und mit dazu neue MacBooks aus dem Sack gelassen, einen Knalleffekt hat es jedoch nicht gegeben

Mit einem neuen iPhone und neuen MacBooks ist Apples WWDC 2009 am Montag in San Francisco gestartet. Obwohl das Publikum der Keynote zu fast jeder Ankündigung enthusiastisch applaudierte, hält sich die Anzahl präsentierter Innovationen in diesem Jahr in Grenzen. Das iPhone 3GS ist wie zuvor vermutet nur ein minimales Hardware-Upgrade zum Vorgängermodell. Steve Jobs kam nicht wie gehofft schon früher aus seiner Erholungspause zurück und Apple verzichtete darauf mit "one more thing" zu überraschen.

Mit den neuen MacBooks, weiteren Details zu Snow Leopard und einem baldigen Release von iPhone 3.0 dürfte Apple die Branche im Großen und Ganzen zufrieden gestellt haben. In zahlreichen Blogs und Medien werden die Ankündigungen von Apple nun analysiert - Engadget hat "the good, the bad and the ugly" der Keynote zusammengefasst.

Die guten Nachrichten

iPhone OS 3.0 wird am 17. Juni veröffentlicht und auch aktuellen iPhone-Besitzern kostenlos zur Verfügung gestellt. Damit halten rund 100 neue Funktionen Einzug auf das Apple-Handy. Einige Anwendungen wie Videoaufnahmen oder Sprachkontrolle werden allerdings nur am 3GS zur Verfügung stehen.

Eine Überraschung lieferte Marketing-Chef Phil Schiller, als er den Preis des kommenden Betriebssystems Snow Leopard ankündigte. Die Vollversion wird 129 Dollar, das Upgrade lediglich 29 US-Dollar kosten. Snow Leopard soll im September veröffentlicht werden.

Ein billiges 4-GB-iPhone gibt es zwar nicht, dafür hat Apple den Preis des aktuellen Modells auf 99 US-Dollar für AT&T-Neukunden gesenkt. Die Preissenkungen dürften auch andere Provider übernehmen. T-Mobile hat gegenüber dem WebStandard bislang bestätigt, das iPhone 3GS anbieten und die Preise noch im Lauf der Woche ankündigen zu wollen.

Nicht in der "one more thing"-Kategorie, aber definitiv unerwartet war das Upgrade des MacBook Pro-Lineups. Neben Ausstattungsdetails wie einem SD-Kartenslot, SSDs und zurückgekehrten Firewire 800, wurden gleichzeitig die Preise gesenkt.

Kritikpunkte

Nutzer des iPod Touch müssen für das Upgrade auf iPhone OS 3.0 wie gehabt rund 10 Dollar bezahlen.

Statt der erwarteten Speicherkapazitäten von 4, 8, 16 und 32 GB kommt das neue iPhone nur in zwei Versionen mit 16 und 32 GB.

Auch der Name iPhone 3GS fällt nicht überragend positiv auf, meint man bei Engadget.

Unverändert geblieben ist das Design des iPhones. Bei Apple würde man das Design des Handys laut Phil Schiller so sehr lieben, dass man es nicht verändern wollte. Kritiker behaupten allerdings, dass Apple durchaus auch das Gehäuse einer Erneuerung unterziehen könnte.

In den neuen MacBooks wurde zwar ein SD-Kartenslot integriert, der ExpressCard-Steckplatz ist nun allerdings nur mehr beim 17-Zoll-MacBook vorhanden.

Aufreger

Während sich über einige Kritikpunkte streiten lässt, sorgten aber auch einige Details für massive Verstimmung. So wird mit dem neuen iPhone OS 3.0 zwar MMS endlich auch am Apple-Gerät Einzug halten, US-Provider AT&T wird damit allerdings erst später im Sommer starten, ebenso wie mit Tethering (die Verwendung eines Handys als Modem für einen Computer).

Besonders umstritten ist zudem Apples Entscheidung, in allen neuen MacBook Pros nur mehr fix eingebaute Akkus zu verwenden. Die Batterie soll nun zwar länger halten und über fünf Jahre auch mit voller Kapazität funktionieren. Ein Tausch ist allerdings nur kostenpflichtig beim Service-Partner möglich. (red)

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    Einige Neuheiten, aber kein Knalleffekt auf der WWDC

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