Streik bei Computerdienstleister EDS geht weiter

9. Juni 2009, 08:16
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Abbau von 1.150 Stellen befürchtet - Ausstand vorerst bis Mittwochabend befristet

Der Streik beim deutschen Computerdienstleister Electronic Data Systems (EDS) geht an diesem Dienstag weiter. Der Ausstand am größten deutschen Standort in Rüsselsheim ist laut Mitteilung der deutschen Gewerkschaften ver.di und IG Metall bis zum Mittwochabend befristet. Auch an anderen Standorten soll wieder gestreikt werden. Befürchtet wird der Abbau von 1.150 der deutschlandweit 4.200 Stellen.

Verhandlung

Die Geschäftsleitung verweigere weiterhin Verhandlungen und versuche mit Streikbrecherprämien die Belegschaft zu spalten. An der ersten Streikrunde in der vergangenen Woche haben sich nach Gewerkschaftsangaben rund 1.100 Beschäftigte an den 16 EDS-Standorten beteiligt.

Wichtigstes Ziel der Gewerkschaften ist ein Kollektivvertrag zur Beschäftigungssicherung, nachdem EDS vom Computerriesen Hewlett Packard (HP) übernommen worden ist. HP hatte einen verschärften Kurs beim weltweit notwendigen Stellenabbau angekündigt. Wie viele Arbeitsplätze bei EDS darunter fallen, ist unklar. Die Gewerkschaften gehen von 1.150 Stellenstreichungen aus - bei insgesamt 4.200 EDS-Jobs deutschlandweit. Bei der EDS OS GmbH sollen 839 Arbeitsplätze wegfallen. Standortschließungen seien in Ludwigsburg, Leuna, Wuppertal, Essen und Köln geplant.

Vorgeschichte

EDS war 1962 im US-Staat Texas vom späteren Präsidentschaftskandidaten Ross Perot gegründet worden. Nach zwölf Jahren unter dem Dach von General Motors wurde das Unternehmen 1996 bis zur Übernahme durch HP wieder selbstständig. Der deutsche Hauptsitz befindet sich in Düsseldorf, der größte Betrieb sitzt in Rüsselsheim. (APA)

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