Provinzpolitiker setzt sich nach Deutschland ab

8. Juni 2009, 17:49
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Ex-Vizegouverneur floh nach Korruptionsvorwürfen

Bagdad - Der ehemalige Vizegouverneur der irakischen Provinz Diyala soll sich am Montag nach Deutschland abgesetzt haben, nachdem gegen ihn Korruptionsvorwürfe erhoben worden waren. Das meldete die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak. Der sunnitische Politiker habe am Morgen das Land verlassen. Er soll während seiner Amtszeit staatliche Gelder in die eigene Tasche gesteckt haben.

Die Polizei in Bakuba, der Hauptstadt der Provinz, die 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad liegt, bestätigte diese Angaben zunächst nicht. Die Regierung des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki hatte vor einigen Wochen eine Kampagne gegen Korruption begonnen. Mehrere Regierungsbeamte wurden seither verhaftet.

Der Ex-Handelsminister Abdulfalah al-Sudani, der zu Al-Malikis Dawa-Partei gehört, sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Er hatte am 30. Mai versucht, per Flugzeug nach Dubai zu fliehen, nachdem Korruptionsvorwürfe gegen ihn erhoben worden waren. Die irakischen Behörden hatten den Piloten der Maschine jedoch zur Umkehr gezwungen. (APA/dpa)

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