Harnik wird umprogrammiert

8. Juni 2009, 16:51
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Werder Bremen will den Österreicher zum rechten Verteidiger "umschulen"

Nürnberg  - Wie einst das Talent Torsten Frings, das als Torjäger aus Aachen verpflichtet und vom Stürmer zum Defensivmann umfunktioniert wurde, hat Werder Bremen auch mit Martin Harnik eine Umschulung vor. Der Österreicher soll vom Offensivmann zum Verteidiger werden. "Wir sehen ihn als Rechtsverteidiger als eine echte Alternative", sagte Manager Klaus Allofs im deutschen Fußball-Magazin "kicker" (Montag-Ausgabe).

In welche Richtung es geht, darüber hat Trainer Thomas Schaaf seinen Schützling, der am Mittwoch seinen 22. Geburtstag feiert, bereits informiert. Der ÖFB-Teamspieler, der im Gegensatz zu seinem eingesetzten Landsmann Sebastian Prödl sowohl im DFB-Cup- als auch im UEFA-Cup-Finale auf der Bank saß, scheint nicht abgeneigt, diesen Prozess mitgehen zu wollen. "Ich will mich hier durchsetzen", sagte Harnik seinem Chef Schaaf.

Harnik, Sohn einer Deutschen und eines Steirers, war Anfang Mai beim 2:0 gegen den HSV schon rechts in der Viererkette zum Einsatz gekommen. Ein leihweiser Wechsel oder ein Transfer scheinen keine Themen mehr zu sein. Jetzt strebt er nach einer verlorenen Saison, in der ihn ein Bänderverletzung im Knöchel zurückgeworfen hat, einen Neuanfang in Bremen an. Im Jänner 2006 zum SV Werder gekommen, läuft sein Vertrag noch bis Sommer 2010.

Der Vierte der U20-WM von 2007, der bisher 15-mal den ÖFB-Teamdress trug und zwei Tore erzielt hat, war im Frühjahr zu den Amateuren der Hanseaten abgeschoben worden. In der 3. Liga und in der Bundesliga kam er 2008/09 jeweils achtmal zum Einsatz, im UEFA-Cup einmal zum Zug. Von nun an soll es mit dem schnellen Österreicher wieder aufwärtsgehen. Schafft er es, hätte Werder ein Personalproblem gelöst.(APA)

 

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    Martin Harnik, "als Rechtsverteidiger eine echte Alternative".

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