Heimische Fonds weiter im Minus

8. Juni 2009, 15:31
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802 von 1.133 Fonds laut VÖIG mit negativer Einjahresperformance, die mittlere Performance betrug minus 13 Prozent

Wien - Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat im Mai erneut deutliche Spuren in der Performance-Statistik heimischer Investmentfonds gezeigt. 802 der insgesamt 1.133 Fonds mit einer Historie von zumindest einem Jahr verbuchen in der aktuellen Performance-Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) auf Jahressicht ein Minus.

Im arithmetischen Mittel - ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien - weisen die Fonds per Ende Mai eine Negativ-Performance von 12,97 Prozent aus. Damit konnte das Minus zumindest etwas eingegrenzt werden. Im April lag das durchschnittliche Jahresminus noch bei 14,66 Prozent.

Ost-Fonds als größte Verlierer

Unter den größten Verlierern fanden sich im Mai erneut mehrere Wachstumsmärktefonds. Vor allem Fonds mit einem Fokus auf Osteuropa-, Südosteuropa oder Russland rangieren unter den größeren Verlierern.

Das größte Performance-Minus von 68,61 Prozent verbuchte per Ende Mai der "Kepler Asset Backed Securities Fund" der Kepler-Fonds KAG. Das zweit- und drittgrößte Minus bei der Einjahresperformance errechnet die VÖIG für die US-Dollar-Variante des "ESPA Stock Europe-Emerging" (minus 65,66 Prozent) der Erste Group-Fondstochter Sparinvest und für den Meinl Balkan Fund (minus 64,04 Prozent) von Julius Meinl Investment.

Die beste Einjahresperformance von 39,19 Prozent weist der in tschechischen Kronen begebene "ESPA Alternative Emerging-Markets"-Fonds der Sparinvest aus. Auf Platz zwei und drei folgen der in polnischen Zloty begebene "C-Quadrat Arts Total Return Balanced" (plus 36,88 Prozent) und der in ungarischen Forint begebene "ESPA Bond International" (minus 35,83 Prozent) aus. Die Performance von in Fremdwährung begebenen Fonds ist allerdings nur bedingt mit jener von Euro-Fonds vergleichbar.

Immo-Fonds performen besser

Gemessen an der Dreijahres-Sharpe-Ratio liegen einmal mehr Immobilienfonds auf den Spitzenplätzen. Die beste Sharpe-Ratio von 1,46 erreichte wie schon im Vormonat der "Real Invest Austria" der gleichnamigen Fondsgesellschaft, gefolgt vom "Constantia Real Estate" (1,21) von der CPB Immobilien Kapitalanlage GmbH. Die Sharpe-Ratio setzt die erzielte Performance in Relation zum eingegangenen Risiko und macht damit den Anlageerfolg von Fonds mit verschiedenen Veranlagungskategorien besser vergleichbar. Die über den risikofreien Zinssatz hinausgehende Performance wird dabei durch das Risikomaß Volatilität dividiert. (APA)

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