AKH-Patienten bestohlen: 18 Monate Haft

8. Juni 2009, 15:26
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Der drogenabhängige Mann hatte Bargeld aus Dutzenden Brieftaschen entwendet

Weil er Dutzende Patienten im Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH) bestohlen hatte, ist am Montag ein 30-jähriger Mann im Straflandesgericht zur Verantwortung gezogen worden. Er ist von einem Schöffensenat (Vorsitz: Gerda Krausam) zu 18 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Erschwerend waren bei der Strafbemessung vor allem drei einschlägige Vorstrafen.

"Ich bin einfach hineingegangen und hab in die Zimmer geschaut", berichtete der Angeklagte. Waren diese leer, weil die Patienten etwa operiert wurden, oder schliefen die kranken, oft betagten Opfer, suchte er nach ihren Brieftaschen und entnahm Bargeld.

"Ich hab das Geld gebraucht"

"Es war halt einfach, an ihr Geld ranzukommen. Und ich hab' das Geld gebraucht", meinte der seit seinem 13. Lebensjahr Suchtgiftabhängige. Er habe täglich seine Dosis benötigt. Mit der Sozialhilfe von 900 Euro monatlich konnte er diese nicht mehr finanzieren.

An die 6.000 Euro erbeutete der Mann zwischen August und November 2008. Auch mehrere Mobiltelefone steckte er ein, die er umgehend am Karlsplatz verkaufte. Er konnte auf frischer Tat festgenommen werden, als ein aufmerksamer Wiener beobachtete, wie er einen Laptop einsteckte. Der Zeuge verfolgte den Dieb und verständigte die Polizei, als jener den Laptop ebenfalls am Karlsplatz zum Kauf anbot. (APA)

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