Austria-Frost-Gläubiger erhalten 13 Millionen

8. Juni 2009, 14:21
3 Postings

Nach dreieinhalb Jahren ist die Insolvenz des ehemaligen Iglo-Werkes Marchfeld abgeschlossen, das Unternehmen schlitterte 2005 in die Pleite

Wien - Die vor dreieinhalb Jahren im Oktober 2005 eingebrachte Insolvenz der Austria Frost Nahrungsmittel GmbH, also des ehemaligen Iglo-Werkes Marchfeld, ist abgeschlossen. Wie Masseverwalter Christof Stapf am Montag mitteilte, wurden beim Landesgericht Korneuburg die Schlussanträge eingebracht. Die Gläubiger erhalten demnach eine Quote von 40 Prozent. Die letzte Tagsatzung soll am 24. Juni 2009 stattfinden.

Eröffnet wurde das Insolvenzverfahren mit angenommenen Passiva in der Höhe von 26,28 Mio. Euro, im Verfahren wurden 31,5 Mio. Euro anerkannt. Die Gläubiger (Landwirte, Lieferanten, Dienstnehmer, Republik Österreich etc.) erhalten bei einer Quote von 40 Prozent einen Gesamtbetrag von rund 13 Mio. Euro. Dieser Betrag setzt sich gut zur Hälfte aus dem Verkauf des Werkes (rund 8 Mio. Euro) und aus Zahlungen von Gesellschaftern sowie Lieferanten und Abnehmern zusammen, hieß es.

Austria Frost - Österreichs größter Tiefkühlproduzent - ist im Oktober 2005 in die Pleite geschlittert. Das Unternehmen beschäftigte rund 320 Mitarbeiter, etwa 500 Landwirte und Erntehelfer lieferten an das ehemalige Iglo-Werk mit Sitz in Maria-Enzersdorf zu. Im Dezember 2005 wurde mit dem ostdeutschen Tiefkühlunternehmer Volkmar Frenzel ein Käufer gefunden. Mitte 2008 geriet Austria Frost neuerlich in finanzielle Nöte und Frenzel verkaufte an die belgische Ardo-Gruppe, den größten Hersteller für Tiefkühlgemüse in Europa. (APA)

Share if you care.