Absatzeinbruch bei Büromöbeln

8. Juni 2009, 18:09
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Die Branche insgesamt erleidet 2008 einen Umsatzrückgang von zehn Prozent, die weiteren Aussichten sind düster

Kurzarbeit ist bei betroffenen Firmen aber kein Thema.

 

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Wien - "Die Industrie steht auf der Bremse", beschreibt Markus Wiesner, Vorsitzender der österreichischen Möbelindustrie, die aktuelle Auftragslage. Das Produktionsvolumen sank 2008 gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf 2,67 Milliarden Euro, die Exporte fielen um 2,5 Prozent auf 1,55 Mrd. Euro. In den amerikanischen Markt wurde um ein Drittel weniger ausgeliefert, innerhalb der EU brach der Absatz in Großbritannien mit einem Minus von 27,5 Prozent am stärksten ein.

Deutschland, für beinahe ein Drittel aller heimischen Möbelexporte verantwortlich, verzeichnete im Vorjahr immerhin noch einen Absatzzuwachs von 2,2 Prozent auf knapp 600 Mio. Euro.

Für 2009 wird ein Gesamtumsatzrückgang von zehn Prozent prognostiziert, Büromöbel würden um 20 Prozent weniger nachgefragt. Die Kapazitätsauslastung in der Produktion beträgt nur 78 Prozent, Kurzarbeitsanträge würden aber keine eingereicht. "Manche Unternehmen haben Umsatzrückgänge von über 40 Prozent. Kurzarbeitsmodelle sind da betriebswirtschaftlich nicht durchführbar", so Wiesner. Eher würden Stellen abgebaut, bei Ausstatter Bene mussten bereits 120 Mitarbeiter gehen. Die Möbelindustrie in Österreich zählt 8000 Beschäftigte. (pfb, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9.6.2009)

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