Barclays prüft Verkauf der Vermögensverwaltung

8. Juni 2009, 13:12
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BGI soll der britischen Großbank zwölf Milliarden Dollar einbringen, größte Chance als Käufer hat die US-amerikanische BlackRock

London - Die britische Großbank Barclays verhandelt über den Verkauf ihrer Vermögensverwaltung BGI. Kreisen zufolge will Barclays bei dem Geschäft rund 12 Mrd. Dollar (8,5 Mrd. Euro) erlösen und räumt dem US-Vermögensverwalter BlackRock die größten Chancen auf einen Zuschlag möglicherweise in wenigen Tagen ein. Allerdings stehe auch das US-Geldinstitut Bank of New York Mellon in Gesprächen, sagten mit der Sache vertraute Personen am Montag.

Die britische Bank selbst teilte mit, sie habe mehrere Angebote für BGI und die dazu gehörende Sparte iShares erhalten, darunter auch von BlackRock. Es seien aber noch eine Reihe von Fragen offen. Über die Verkaufsabsichten wird seit Wochen spekuliert. BGI gilt als Kronjuwel von Barclays. Den Kreisen zufolge will Barclays auch nach dem Verkauf noch bis zu 20 Prozent an BGI zu halten. Zuletzt hatte es in Medienberichten geheißen, das Vorhaben stocke, weil die Interessenten nicht die geforderten 12 Mrd. Dollar zahlen wollten.

Den Bereich iShares hatte Barclays im April für 4,8 Mrd. Dollar an den Finanzinvestor CVC verkauft. Allerdings hatte es damals geheißen, sollte es noch höhere Offerte geben, könne Barclays bis zum 18. Juni von dem Geschäft zurücktreten. IShares ist einer der größten Anbieter von Exchange Traded Funds (ETFs), mit denen Investoren auf die Entwicklung von Aktienindizes wetten können. (APA/Reuters)

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