27 Tote durch politische Gewalt

8. Juni 2009, 13:06
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"Gezielte Tötungen" seit Anfang Juni

Islamabad - Bei politisch motivierten Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Anhängern einer Regionalpartei sind in der südpakistanischen Hafenmetropole Karachi innerhalb einer Woche mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher am Montag mitteilte, begannen die "gezielten Tötungen" Anfang Juni.

Die meisten Opfer seien auf offener Straße oder in ihren Wohnungen erschossen worden. Unter den Toten sind den Angaben zufolge vor allem Mitglieder einer Fraktion, die sich im Streit um Einfluss und Posten von der mitregierenden Regionalpartei MQM abgespalten hatte.

Sicherheitsvorkehrungen verschärft

Wie die Polizei mitteilte, wurden in der 16-Millionen-Metropole die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft, um weitere Morde und eine Eskalation der Gewalt zu verhindern. Premierminister Yousaf Raza Gilani verurteilte die Übergriffe und erklärte, die Regierung werde "die Sicherheit aller Bürger gewährleisten". In Karachi kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Volksgruppen und verfeindeten politischen Fraktionen. Erst Ende April waren bei Unruhen fast 30 Menschen ums Leben gekommen. (APA/dpa)

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