Verschwundene Patienten mit GPS-Schuhen aufspüren

8. Juni 2009, 10:21
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60 Prozent der Patienten laufen weg - Sobald der Träger Grenze überschreitet, wird Alarm auf Handy oder Computer verschickt

Washington - Verschwundene Alzheimer-Patienten sollen in den USA künftig anhand von Hightech-Schuhen aufgespürt werden können. In den Schuh wird ein Empfänger für das Satellitenortungssystem GPS eingebaut, wie Andrew Carle von der George-Mason-Universität am Freitag (Ortszeit) in Washington erläuterte. Über die GPS-Ortung könne ein virtueller Zaun um die Wohnung des Erkrankten errichtet werden.

60 Prozent laufen weg

Sobald der Träger die Grenze überschreitet, wird ein Alarm auf ein Handy oder einen Computer verschickt. Der Aufenthaltsort des Patienten sei bis auf neun Meter einzugrenzen, erklärte Carle, der den Schuhhersteller Aetrex Worldwide und die GPS-Firma GTX Corp. bei der Entwicklung berät.
60 Prozent der Alzheimer-Patienten laufen mindestens einmal weg, sagte Carle. Ihnen einfach ein GPS-Gerät mitzugeben, ist demnach keine Lösung, weil sie ungewohnte Gegenstände häufig abnehmen. Schuhe anzuziehen sei dagegen eine Tätigkeit, die tief in der Erinnerung verankert sei. Eine erste Testphase für die GPS-Schuhe soll demnach bereits Ende des Jahres beginnen. (APA/AFP)

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