Wiener Börse schließt am Montag schwach

8. Juni 2009, 17:46

Negatives Umfeld - Palfinger und Schoeller-Bleckmann deutlich tiefer

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei moderatem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 28,06 Punkte oder 1,31 Prozent auf 2.117,52 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund vier Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.114 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -1,14 Prozent, DAX/Frankfurt -1,42 Prozent, FTSE/London -0,73 Prozent und CAC-40/Paris -1,47 Prozent.

Der ATX startete so wie das internationale Umfeld mit recht klaren Kursverlusten in die neue Handelswoche. Nach schwachem Verlauf weitete der Leitindex im Sog der negativen Wall Street- seine Abschläge noch etwas aus, konnte diese im Späthandel aber wieder eingrenzen. Umsätze und Meldungslage in Wien blieben laut Händlern dünn.

"Fundamentale Neuigkeiten gab es eigentlich keine. Die Unsicherheit über die weitere konjunktureller Entwicklung überwog heute. Die Märkte sind zudem anscheinend heiß gelaufen und heute gab es eine Korrektur", meinte ein Marktteilnehmer. Die Abschläge zogen sich quer durch den Markt.

Voest geben ab

Unter den Indexschwergewichten büßten voestalpine 3,46 Prozent auf 19,82 Euro ein. Ein Händler verwies hier auf einen sehr schwachen europäischen Sektor. Sal. Oppenheim hat zudem das Anlagevotum für die Stahltitel von "neutral" auf "reduce" gekürzt und das Kursziel von 17,20 auf 16,70 Euro gesenkt. Wienerberger bauten ein Minus von 4,04 Prozent auf 9,27 Euro und Strabag rutschten 3,06 Prozent auf 15,51 Euro ab.

Im Finanz-Sektor mussten Raiffeisen International ein Minus von 2,82 Prozent auf 27,21 Euro hinnehmen. Erste Group korrigierten nach den deutlichen Freitagsgewinnen um 1,87 Prozent nach unten auf 19,89 Euro.

Telekom Austria verloren 1,97 Prozent auf 10,45 Euro. Die Aktien der OMV schlossen nach volatilem Verlauf geringfügig um 0,03 Prozent leichter bei 28,80 Euro. Schoeller-Bleckmann rutschten deutlich um 6,99 Prozent auf 27,28 Euro ab.

Verbund zogen hingegen um 1,57 Prozent auf 35,58 Euro an. Der Konzern erwirbt vom deutschen Versorger E.ON 13 Wasserkraftwerke, wurde bekannt. Über den Kaufpreis wurde zunächst nichts mitgeteilt.

Stark unter Druck gerieten Palfinger, die um 7,46 Prozent auf 10,54 Euro einbrachen. Die Aktien der Post verloren 6,80 Prozent auf 19,20 Euro. "Hier gab es eine größere Bestens-Verkaufsorder im Markt", berichtete ein Händler.

Die zehn größten Kursgewinner

      1. EYBL INTERNATIONAL AG             +8,89 Prozent
2. SKYEUROPE HOLDING AG +4,76 Prozent
3. INTERCELL AG +2,97 Prozent
4. SEMPERIT AG HOLDING +2,46 Prozent
5. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG +2,24 Prozent
6. MAYR-MELNHOF KARTON AG +2,18 Prozent
7. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD +1,74 Prozent
8. VERBUNDGESELLSCHAFT AG KAT. A +1,57 Prozent
9. ANDRITZ AG +0,73 Prozent
10. AUSTRIAN AIRLINES AG +0,49 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

      1. C-QUADRAT INVESTMENT AG          -15,92 Prozent
2. PALFINGER AG -7,46 Prozent
3. SCHOELLER-BLECKMANN AG -6,99 Prozent
4. OESTERR. POST AG -6,80 Prozent
5. RHI AG -5,66 Prozent
6. IMMOEAST AG -4,40 Prozent
7. WIENERBERGER AG -4,04 Prozent
8. KAPSCH TRAFFICCOM AG -4,00 Prozent
9. JOWOOD PRODUCTIONS SOFTWARE AG -3,92 Prozent
10. CONWERT IMMOBILIEN INVEST SE -3,84 Prozent (APA)

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