Neue Strichcodes setzen sich durch

8. Juni 2009, 08:17
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Handy soll Gutscheine und Coupons ersetzen - Bieten mehr Möglichkeiten der Datenerfassung

Schon seit geraumer Zeit ist eine Ablöse von herkömmlichen Strichcodes auf Produkten in Diskussion. Die Kennzeichnungsmethode sei wenig zeitgemäß und biete zu wenig Kapazitäten für zusätzliche Informationen. Bislang begegnet man im Handel jedoch weiterhin meist den gewohnten Etiketten. GS1 DataBars soll nun die Alternative zu den Strichcodes heißen. Der kleine Code ist in zwei Reihen auf das Etikett gedruckt und soll mehr Information speichern können und das einkaufen einfacher machen. In den USA und Kanada hat sich die neue Methode bereits bewährt. Im deutschsprachigen Raum sollen Databars ab kommendem Jahr Einzug halten.

Nutzen

Vor allem den Konsumenten sollen die Databars nützen. So seien neue, komplexere Preisaktionen möglich, bei denen zum Beispiel unterschiedliche Produkte in Kombination günstiger angeboten werden. Ein weiterer Vorteil ist die Kennzeichnung von losem Obst und Gemüse. Während herkömmlich Strichcodes dafür zu groß wären, könnten die Lebensmittel nun ohne Probleme einzeln markiert werden. Die Bezahlung würde dadurch genauer und schneller ablaufen. Ein weiteres Einsatzgebiet seien andere Lebensmittel wie Feinkost und frisches Fleisch. Über den Code kann das Ablaufdatum automatisch abgefragt werden. Ist es überschritten schlägt das System Alarm.

Ablöse

Geht es nach dem Unternehmen Samplesaint Inc. aus Chicago soll das Handy in Zukunft Gutscheine und Coupons in Papierform ablösen. Die Entwickler haben ein System entwickelt in dem Strichcodes direkt auf das Handy versandt werden und vom Display gelesen werden können. Das soll unabhängig von Hersteller und Modell funktionieren. Wird der Code verwendet löscht er sich automatisch vom Handy. So soll Missbrauch vorgebeugt werden. Noch dieses Monat wird die Technik in den USA in der Praxis getestet. (pte)

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