Kindesmisshandlungen in Irland

"Angelegenheit der örtlichen Kirche"

07. Juni 2009, 19:28

Papst ließ sich über Kindesmisshandlungen in Irlands kirchlichen Heimen informieren

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
weitersagen:
drucken
Kommentar posten
18 Postings
NotDarkYet
08.06.2009 11:54
Ist vielleicht doch das die Wahrheit?

http://www.youtube.com/watch?v=VABSoHYQr6k

Schwedenbåmbe 
08.06.2009 10:33

*speib*

Michael Tfirst  
08.06.2009 08:52
Der Papst soll aber auch gleich über die sexuellen Missbrauchsfälle von kath. Kirchenleuten in Österreich informieren. Meine permanenten postalischen Eingaben an den Vatikan blieben unbeantwortet und das schon seit 10 Jahren…..

Wie immer mauern und vertuschen:


http://michaeltfirst.blogspot.com/2008/11/k... chung.html


http://michaeltfirst.blogspot.com/2008/11/f... le_04.html


DAZU kirchliche Reaktionen: “Was in irischen Schulen geschehen sein mag, ist nicht zu vergleichen mit den Millionen von Leben, die durch Schwangerschaftsabbrüche zerstört wurden”, sagte der spanische Kardinal Antonio Canizares dem Fernsehsender TV3.

MfG
Michael Tfirst

sh75 
08.06.2009 10:13

das wäre ja schlechtes mit schlechtem vergleichen, was ist "schlechter"??? ich finde da keine rangordnung!!!

siliconvalley
08.06.2009 03:53
es handle sich hier um eine „Angelegenheit der örtlichen Kirche"

ich dachte der Papst ist der Chef aller Katholiken. Wenn es in einem Betrieb solche Vorkommnise gab, kann man vom CEO doch wohl eine Stellungnahme erwarten, oder?

Duskson 81   
08.06.2009 14:00

Da könn ma ja fast froh sein dass ers nicht zur Chefsache erklärt hat.
Gottesurteil und so..

Pannonia Jack
07.06.2009 23:19

In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es in regelmäßigen Abständen auch solche Berichte über Kindesmissbrauch. Jetzt sind die USA nicht gerade ein stark Katholisches Land, aber bis jetzt hat es meiner Erfahrung nach dort auch nur Katholische Geistliche erwischt. Oder bin ich fehl in der Annahme?

Bundesministerium für Jenseitige Angelegenheiten
08.06.2009 09:47
KKdJ
07.06.2009 23:15
Ich bin dafür, die katholische Kirche zu verbieten.

Die Liste ihrer Verbrechen ist so lang und wird täglich länger -- andere Organisationen, die längst verboten sind, sind ja harmlos dagegen.

Also: Verbot. Weltweit. Aus.

Peterk K
08.06.2009 14:09
..da müsste man die res publica als erstes zusperren,

denn diese Organisation gibt es noch länger als die Kirche, d.h. das Verlangen nach einem Verbot ist so sinnvoll, wie die Forderung nach dem Verbot des Staates, weil in diesem sich Verbrecher und sonstige dunkle Gestalten tummeln bzw. sich nicht an die Gesetze halten.

Chocoholic
09.06.2009 11:47
wenn sie zusperrt, braucht sie ihr Vermoegen nicht mehr. Das faellt dann an die tatsaechlich caritativen Vereine....

RebelAngel 
08.06.2009 09:17
richtig

und die anderen Vereine auch gleich alle zudrehn!

Christoph Karl Steininger 
07.06.2009 21:35
Das kommt einem fast österreichisch vor:

Mauern, verschweigen, ableugnen.
Da passt das der Papst "sehr bekümmert" ist aber von Angelegenheiten der "lokalen Kirche" spricht. Man will schließlich keinerlei Verantwortung übernehmen.
Die Kirchenleitung ist die Erste die immer wieder betont daß sie disziplinarisch und auch sonst die Oberaufsicht inne hat.
Gibts aber Zoff dann ist die Ortskirche plötzlich zuständig.
Das ist nichts anderes als das feige Devolvieren von Verantwortung von letztlich verantwortungslosen Funktionären!

annabrecht
07.06.2009 20:04
stanzt das zölibat oder besser ...

... gleich die ganze kirche inklusive der ordensgemeinschaften. in österreich hatten wir das auch immer wieder. die kinderheime bleiben bestehen. weitere institutionalisierte sexuelle gewalt passiert. was für erwachsene bringt sowas hervor? und: ist das ausmaß an sexuellen übergriffen durch geistliche nicht ein deutliches zeichen, dass es nicht gut sein kann, seine sexualität für den glauben unterdrücken zu müssen? wenn die lösung dieser kompensation dann darin liegt sich an schutzbefohlenen minderjährigen zu vergreifen, dann liegt's doch auf der hand, dass das dringend geändert gehört. bestrafungen von einzelpersonen werden da nichts nützen. also nochmal: zölibat abschaffen oder gleich die ganze kirche. wir können auch ohne leben!

Chien de Pique 
08.06.2009 02:32
Die Vorstellung "Zölibat macht pädophil" ist sowieso eher schlicht (die armen -freiwillig- Zölibatären könnten ja ins Bordell gehen, sich einfach eine Freundin anlachen wie wohl Abermillionen katholischer Priester (die Kirche ist hier recht duldsam)

oder sich gegenseitig Beistand spenden, wie man es im St. Pöltener Seminar gelernt hat.
Da lernen wir jahrzehntelang, dass die sexueller Orientierung in Kindheit/Pubertät entsteht, gar angeboren ist, dass man nicht nach Belieben zwischen sexuellen Orientierungen switchen kann, weil man sie sich eben nicht aussucht: Und dann macht das Fehlen einer legalen Heiratsmöglichkeit (Freundin, Lover, Rotlicht wären aber allemal drin) die ansonsten unaufällig Veranlagten pädophil.
Umgekehrt wird ein Schuh draus: Der Priesterberuf ist für bereits Pädophilie
dank Zölibat attraktiv, da er a) unverdächtigen Zugang zu Kindern verschafft und b) eine gesellschaftlich akzeptierte, bequeme Ausrede bietet, keine erwachsene Beziehung eingehen zu MÜSSEN.

politisch verfolgt
08.06.2009 23:33
ich widerspreche

das puzzlesteinchen "zölibat" ist mmn fraglos das größte in diesem zusammenhang.
1) aus anderen religionsgemeinschaften, die verheiratete priester kennen, ist ähnliches weitgehend unbekannt.
2) ein "switchen" ist sehr wohl möglich. es ist bekannt, daß das unterdrücken der sexuellen triebe zb. in gefängnissen zu sexueller gewalt führt, ohne daß die insassen deshalb tatsächlich homosexuell oder pädophil im engeren sinn würden. ein grund, warum ja seit neuestem in manchen justizanstalten frauenbesuch in speziellen zimmern gestattet wird.
3) von mißbrauch durch bauern oder angestellten ist im "spiegel" zu dem thema nichts zu lesen. hr. kelly, gründer des vereins, der diese dinge ans licht gebracht hat, erwähnt das nirgends.

Chien de Pique 
08.06.2009 02:31
Nachdem die Übergriffe bei weitem nicht nur durch zölibatäre Geistliche passierten (und es ja auch nicht nur um sexuellen Missbrauch, sondern allgemein emotionale und körperliche Misshandlung und Vernachlässigung), sondern auch durch weltliche

Angestellte, durch Bauern, bei denen die Kinder untergebracht wurden, durch Besucher in den Heimen usw. , Personen, die mitnichten zölibatär leben sollen, wird man mit der Abschaffung des Zölibats allein den institutionalisierten Missbrauch nicht beseitigen, sondern maximal etwas verringern können (den gibt es ja verheerend auch in rein weltlichen Heimen - siehe Haute de la Garenne). Da waren hilflose Kinder, die keiner wollte, denen keiner glaubte und keiner zuhören wollte, ohne besorgte Angehörige, ohne Fürsprecher, auf Gedeih und Verderb vollständig ihren von den Vorgesetzten aus Angst vor Skandal protegierten Erziehern ausgeliefert. Zölibat ist im Feld der institutionalisierten sexuellen Gewalt allenfalls ein Puzzlestein unter vielen.

Graf Bobby
08.06.2009 11:37

Danke für die differenzierte Sichtweise. Sehe ich auch so.

Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.