Intel sieht in Windows 7 kein Mittel gegen Krise

7. Juni 2009, 17:37
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Finanzvorstand Stacy Smith glaubt, dass Windows 7 alleine nicht "Wende zum Besseren" in Wirtschaftskrise bringt

Microsoft setzt nach der verhaltenen Reaktion von Kunden und Unternehmen auf Windows Vista große Hoffnungen in den Nachfolger Windows 7, der im Oktober auf den Markt kommen wird. Bei einem von Microsofts wichtigsten Partnern, Prozessor-Hersteller Intel, glaubt man indes nicht, dass mit dem neuen Betriebssystem alleine den wirtschaftlichen Abschwung abfedern kann, wie Finanzvorstand Stacy Smith gegenüber Euro am Sonntag erklärte. 

Alte Rechner ersetzen

Smith geht nicht von einer baldigen Erholung der Umsätze in der IT-Branche aus, vor allem das Geschäft mit Firmenkunden laufe deutlich schlechter als bei Privatkunden. Intel hofft, dass "Windows 7 die Begeisterung weckt, die notwendig ist, um in den Firmen den Ersatz alter Rechner wieder in Gang zu bringen." Allerdings werde das alleine auch nicht ausreichen, um eine "Wende zum Besseren in der Nachfrage" zu bringen. 

Intel setzt auf Linux

Die Beziehung zwischen Intel und Microsoft dürfte aktuell nicht die beste sein. Für den Netbook-Markt, den Microsoft mit Windows 7 stärker ansprechen will als bisher, hat Intel vor kurzem das für Netbooks modifizierte Betriebssystem Moblin 2.0 vorgestellt. Als offene Konkurrenz zu Windows oder Mac OS X will Intel Moblin offenbar aber nicht vestanden wissen. "Moblin ist ein Betriebssystem, das ist richtig. Die Software soll jedoch nur dafür sorgen, dass die Intel-Architektur mit jedem Betriebssystem für mobile Geräte optimal genutzt wird. Zudem soll gewährleistet sein, dass möglichst viele Anwendungen parallel auf vielen verschiedenen Betriebsystemen laufen", so Smith. 

Handy-Chips

Intel sieht vor allem in Prozessoren für neue Märkte wie Unterhaltungselektronik und Handys den Weg aus der Krise. Der Konzern investiert 7 Milliarden US-Dollar in die 32-Nanometer-Fertigungstechnik, auf der die Chips basieren. Erste Handys mit Intel-Chips will laut Smith Hersteller LG auf den Markt bringen. (red)

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    Windows 7 alleine bringt laut Intel nicht "Wende zum Besseren".

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