Hinter Button lange nichts

7. Juni 2009, 17:16
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Britischer WM-Leader fuhr in Istanbul überlegen zum sechsten Saisonsieg, die Red Bulls von Webber und Vettel durften das Podium vervollständigen

Istanbul - Jenson Button hat am Sonntag im siebenten Formel-1-Saisonlauf seinen sechsten Sieg gefeiert. Der 29-jährige Engländer gewann den Grand Prix der Türkei in Akfira/Istanbul vor dem Red-Bull-Duo Mark Webber und dem von Pole Position aus gestarteten Sebastian Vettel. Button führt in der WM-Wertung nun bereits 26 Punkte vor seinem ausgeschiedenen Teamkollegen Rubens Barrichello. Titelverteidiger Lewis Hamilton chauffierte seinen McLaren auf Platz 13, Kollege Kovalainen assistierte dem erneuten Debakel als 14.

Vettel blieb er wie schon zuletzt in Monaco nicht fehlerlos. War er im Fürstentum nach einem Ausrutscher ausgefallen, hielt der 21-Jährige diesmal schon in Kurve 10 der ersten Runde seinen Wagen nicht auf der Strecke, wodurch Button problemlos passieren konnte.

Der Deutsche hatte als einziger Spitzenpilot auf drei Boxenstopps gesetzt, was ihn letztlich wohl auch Rang zwei kostete. Nach dem Rennen übte der Deutsche indirekt Kritik an seinem Team, wollte er doch auf eine Zweistopp-Strategie wechseln. "Wir sind bei drei Boxenhalten geblieben, was ich nicht so verstanden habe. Da muss man nachhaken." Teamkollege Webber kam so knapp vor ihm ins Ziel und Vettel damit in der WM bis auf 1,5 Punkte nahe.

Rubens Barrichello im zweiten Brawn legte einen völlig verpatzten Auftritt auf den Asphalt. Von Startplatz drei aus sofort aus den Top Ten gefallen, drehte er sich bei seiner Aufholjagd noch und musste zehn Runden vor Schluss in aussichtsloser Position aufgeben. Es war der erst erste Ausfall eines Brawn in dieser Saison.

Button dagegen lieferte erneut eine makellose Vorstellung. Als Vettel vor seinem zweiten Boxenstopp mit einem leichteren Wagen herankam, behielt der Brite die Nerven und hielt den Red Bull hinter sich. Vettel: "Wenn man vom ersten Platz ins Rennen geht, will man auch gewinnen. Aber Jenson war heute einfach zu schnell."

Button vergaß nach seinem siebenten Karriere-Sieg nicht auf sein Team. "Das Auto war großartig, es hat sich in dieser Saison noch nie so gut angefühlt. Es läuft immer besser, das Team hat super gearbeitet", meinte der WM-Dritte 2004 euphorisch. "Heute waren wir einfach besser."

Neben Red-Bull brachte auch Toyota beide Wagen in die Punkteränge. Jarno Trulli wurde mit gut 20 Sekunden Rückstand auf die Top Drei Vierter, Timo Glock sicherte sich als Achter noch einen Punkt. Nico Rosberg als Fünfter sowie der Pole Robert Kubica als Siebenter punkteten für Williams-Toyota bzw. BMW-Sauber, Rang sechs ging an Felipe Massa im besseren der beiden Ferrari. Der Brasilianer hatte in den vergangenen drei Jahren in der Türkei gesiegt. Kimi Räikkönen andete nur auf Position neun. Unmittelbar dahinter kam mit  Fernando Alonso im Renault ein weiterer Ex-Weltmeister unter ferner liefen ein. (APA/red)

  • Jenson Button gerät unter Besprühung von Mark Webber.
    foto: reuter/lauener

    Jenson Button gerät unter Besprühung von Mark Webber.

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