Mattel muss zur Bank

7. Juni 2009, 10:34
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Spielzeugriese zahlt nach Bleifunden in Spielwaren 2,3 Millionen Dollar Rekordstrafe

Washington/New York - Der Spielzeugriese Mattel muss in den USA wegen des Verkaufs mit Blei belasteter Spielwaren aus China eine Strafe von 2,3 Millionen Dollar (1,7 Mio. Euro) zahlen. Es ist die bisher höchste von der US-Verbraucherschutzkommission CPSC verhängte Strafe. "Diese Strafe soll den Spielzeugfabrikanten klarmachen, dass die CPSC entschlossen ist, die Sicherheit der Kinder zu schützen und ihren Kontakt mit Blei zu verringern", hieß es in der Erklärung der Behörde.

Der Konzern und seine Tochter Fisher-Price betonen als Teil der Einigung mit der CPSC, nicht bewusst gegen Gesetze verstoßen zu haben, teilte die Kommission am Freitag mit. Die Verbraucherschutzbehörde hatte 2007 rund zwei Millionen Spielzeuge von Mattel und Fisher Price zurückgerufen, darunter 900.000 Spielzeug-Autos und unzählige Accessoires für Barbie-Puppen.

Insgesamt seien 95 verschiedene Spielzeugartikel betroffen gewesen. Allein in die USA seien von September 2006 bis August 2007 bis zu zwei Millionen mit Blei belastete Spielsachen eingeführt worden. Von dem Skandal waren auch andere Firmen betroffen.

Die Farbe der in China hergestellten Produkte war teils massiv mit Blei verseucht. China ist größter Spielzeugexporteur der Erde. Nach dem Skandal hatte sich die Volksrepublik verpflichtet, bei Exportartikeln für die USA auf die Bleifarbe zu verzichten. Das Metall kann bei Kindern zu Entwicklungs- und Verhaltensstörungen führen. (APA/dpa/AFP)

 

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Kein Spaß: Blei im Spielzeug.

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