Regime erlaubt Reform-Zeitung wieder

6. Juni 2009, 10:49
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Erscheinungsverbot aufgehoben - Blatt unterstützt Präsidentschaftskandidaten Moussavi

Teheran - Drei Wochen nach ihrem Verbot hat die iranische Regierung das Erscheinen der reformorientierten Zeitung "Jas-e No" (Yaz-e No) wieder erlaubt. Im Leitartikel der Samstagsausgabe schrieb der Chef des Blattes, Mohammed Naimipur, ein Vertreter des Kulturministeriums habe ihn angerufen und gesagt, dass das Verbot hinfällig sei. Aus der Samstagsausgabe ging klar hervor, dass die Zeitung bei der iranischen Präsidentschaftswahl am Freitag kommender Woche den reformorientierten Kandidaten Mir Hossein Moussavi unterstützt. Der frühere Regierungschef gilt als aussichtsreichster Herausforderer von Präsident Mahmoud Ahmadinejad.

Vor ein paar Wochen hatte ein Richter das vor sechs Jahren ausgesprochene Verbot von "Jas-e No" aufgehoben. Da dies jedoch ohne Wissen der Teheraner Staatsanwaltschaft erfolgte, hatte sie Mitte Mai zunächst erwirkt, dass das Blatt doch nicht erscheinen durfte. Zuletzt hatte der Iran die US-Journalistin Roxana Saberi freigelassen, die Ende Jänner verhaftet und der Spionage für die USA bezichtigt worden war. (APA/AFP)

 

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