Kurzschluss löste Brand in Kinderkrippe aus

9. Juni 2009, 12:02
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Zahl der Toten auf 44 gestiegen - Tausende trauerten um die Opfer - Auslöser war Feuer in angrenzender Garage

Die Brandkatastrophe in einer Kinderkrippe in Mexiko ist durch einen Kurzschluss im Kühlsystem eines benachbarten Lagerhauses ausgelöst worden. Es müsse noch untersucht werden, warum sich das Feuer so schnell ausgebreitet habe, sagte der Staatsanwalt des nordmexikanischen Bundesstaats Sonora, Abel Murrieta, am Montag. In den Flammen starben mindestens 44 Menschen, die meisten von ihnen Kleinkinder.

Das Feuer sei durch Überhitzung oder einen Kurzschluss im Kühlsystem des angrenzenden Lagerhauses entstanden, sagte Murrieta. Die Lagerhalle sei vom Finanzministerium genutzt worden. Das Personal der Kinderkrippe habe das Feuer erst bemerkt, als die dünnen Mauern zwischen beiden Gebäuden eingestürzt seien. Der Gouverneur von Sonora, Eduardo Bours, sagte, das Dach der Einrichtung sei plötzlich und ohne Vorwarnung eingestürzt.

44 Todesopfer

Die Zahl der Todesopfer erhöhte sich auf 44. Unklar blieb, ob es sich bei dem weiteren Opfer um ein Kleinkind oder einen der Angestellten handelt. Manche der Verletzten wurden in auf schwere Verbrennungen spezialisierten Krankenhäusern behandelt.

Zur Zeit des Unglücks am Freitag waren mehr als 140 Kinder in der Krippe, viele machten gerade einen Mittagsschlaf. Die meisten der jünger als vier Jahre alten Opfer erstickten nach Angaben der Staatsanwaltschaft. Nach Medienberichten hatte die Einrichtung nur fünf kleine Fenster nahe der Decke und einen Notausgang, der am Tag des Brandes geschlossen gewesen sei.

Die Kinderkrippe wurde von drei Geschäftsleuten geführt, von denen einer mit Mexikos First Lady Margarita Zavala verwandt sein soll. Ein weiterer Inhaber gehört der in Sonora regierenden Linkspartei PRI an. (APA/AFP)

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    Die Polizei riegelte das Gelände des Kindergartens ab.

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