Anti-Zogaj-Veranstaltung der FPÖ

5. Juni 2009, 23:29
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Strache: "Klassisches Beispiel" für "Asylmissbrauch" - Mölzer fühlt sich verfolgt

Linz - Die FPÖ hat ihre abschließende Kundgebung vor der EU-Wahl Freitagabend in Frankenburg (Bezirk Vöcklabruck), dem langjährigen Wohnort der Zogajs, abgehalten. Die von der Partei an der kosovarischen Familie geäußerte Kritik wurde vom Publikum mit "Sie soll nach Hause gehen"-Rufen quittiert. Nach Angaben der FPÖ besuchten rund 800 Personen die Veranstaltung, bei der Bundesparteichef Heinz-Christian Strache, EU-Wahl-Spitzenkandidat Andreas Mölzer und der Spitzenkandidat für die kommende oberösterreichische Landtagswahl, Manfred Haimbuchner, am Rednerpult standen.

Rund 20 Demonstranten hatten sich vor Beginn der Kundgebung in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsortes eingefunden und in der auch bei der FPÖ beliebten Reimform Kritik an den Freiheitlichen geübt: "Ausländerhetze schafft keine Arbeitsplätze!", so einer der Slogans. Da sie die Protestaktion im Vorfeld nicht angemeldet hatten, mussten die Jugendlichen die mitgebrachten Transparente rasch wieder einpacken.

Strache und der Wahnsinn

Beim Eintreffen der freiheitlichen Politiker war die Halle bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt, zahlreiche Besucher mussten im und vor dem Gebäude stehen. Die FPÖ trete als einzige Partei gegen den "Asylrechtswahnsinn" auf, sagte Strache in seiner Ansprache. Die Familie Zogaj sei ein "klassisches Beispiel" für "Missbrauch". Er erntete für diesen Sager ebenso tosenden Applaus wie zuvor Mölzer. Dieser hatte seine Partei mit den "freiheitlich denkenden protestantischen Bauern" verglichen, die beim Frankenburger Würfelspiel im 17. Jahrhundert ihr Leben lassen mussten. Heute werde die FPÖ diffamiert und verfolgt. Mölzer: "Sie würden uns am liebsten kriminalisieren."

In ihren Ansprachen warnten die Politiker vor "Massenzuwanderung" und "Islamisierung" sowie einem drohenden EU-Beitritt der Türkei, auch Marokko, Algerien und Israel stünden seit einigen Jahren in der Debatte. Die Europäische Union und die österreichische Regierung seien schuld an der Situation am Arbeitsmarkt und den sozialen Verhältnissen. Die EU-Mitgliedsbeiträge müssten gestoppt werden, forderte Strache. Das Geld solle dafür verwendet werden, die sozialen Probleme in Österreich zu lösen. "Unser Land muss frei bleiben in einem freien Europa der freien Völker und Vaterländer", betonte Mölzer. (APA)

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