Niederlande

Anti-Europäer und Rechtspopulisten setzen sich durch

5. Juni 2009, 22:07

Niederländische "Freiheitspartei" erhielt 15 Prozent der Stimmen

Den Haag - Unbestätigte Hochrechnungen für die Europawahl, deren Ergebnis erst am Sonntagabend offiziell bekanntgegeben wird, sehen die Labour in Großbritannien mit 16 Prozent sogar noch hinter der EU-feindlichen United Kingdom Independence Party (Ukip). Die Briten und die Niederländer hatten bereits am Donnerstag ihre EU-Mandatare gewählt.

Die Anti-Islam-Partei in den Niederlanden verbuchte am Donnerstag einen Sieg . Die rechtspopulistische Freiheitspartei (PVV) von Geert Wilders wurde laut einer Prognose des niederländischen Fernsehsenders NOS zweitstärkste politische Kraft des Landes. Sie kommt auf gut 15 Prozent der Stimmen und schickt vier Abgeordnete nach Straßburg. Die Christdemokraten von Regierungschef Jan Peter Balkenende erreichen knapp 20 Prozent. Insgesamt sind 25 niederländische Mandatare im EU-Parlament vertreten.

Vor jubelnden Anhängern sagte Wilders, der Erfolg seiner Freiheitspartei sei ein Votum gegen einen EU-Beitritt der Türkei, gegen die immer größer und teurer werdende EU und gegen die niederländische Regierung. Wilders hatte auch erklärt, die Türkei sollte auch "in Millionen Jahren" kein Mitglied der EU werden.

Die EU-Kommission kritisierte die vorzeitige Veröffentlichung von Ergebnissen der Europa-Wahlen in den Niederlanden und forderte "Klarheit" von der Regierung in Den Haag. Es gebe jedenfalls ein klares europäisches Regelwerk, wonach alle Mitgliedsstaaten akzeptieren, dass keine Ergebnisse vor dem Wahlschluss in der ganzen EU am Sonntag um 22.00 Uhr veröffentlicht werden, sagte ein Sprecher der Kommission am Freitag. Am Freitag waren die Tschechen und Iren zur Stimmabgabe aufgerufen. In beiden Ländern mobilisierten Euroskeptiker die Wähler. Die von dem irischen Multimillionär Declan Ganley gegründete Bewegung "Libertas" hoffte auf einen Durchbruch.

Am Samstag sind Italiener, Letten, Malteser, Slowaken, Tschechen und Zyprioten zur Stimmabgabe aufgerufen. Österreich und alle übrigen EU-Staaten sind am Sonntag an der Reihe. Hochrechnungen zu den Wahlergebnissen in allen 27 Ländern sind erst am Sonntag zu erwarten. (AFP/DER STANDARD, Printausgabe, 6.6.2009)

Thomas Wetschnig
01
Viele dürften immer noch nicht kapiert haben ........

.......... dass Regionalergebnisse ziemlich irrelevant sind. Entscheidend ist letztendlich die gesamtzusammensetzung des Parlamentes.

Thomas Wetschnig
83
Es wird noch ein bischen dauern ............

.......... aber die, die sich überwiegend als Europäer fühlen und sich von der sklavenartigen Bindung an einen Nationalstaat befreien werden immer mehr. Erst wenn die Nationalstaaten als grosse Verirrung der Menschheit ihren Platz in den Geschichtsbüchern gefunden haben werden, werden die Individuen wirklich frei sein:

http://www.cafebabel.com/ger/artic... risch.html

Jeff Cooper
 
01
Hmm...

Wenn Nationale Bindung schlecht ist.
Warum soll dann Kontinentale, aka Europäer, gut sein?
Verstehe ich nicht.

Karl Heinz Jäger
 
01

Die typische Gedankenwelt von Rot-Grün mit Multikultitraum!

Ist eine Traumwelt und wird es bleiben. Das böse Erwachen für diese Träumer findet gerade statt.

cannery row
01
Für Erasmus-Studis, Eurotrotter und Ausgewanderte..

ist die eu eine neue haut, steht dort.

nun, ich hab im ausland studiert, gewohnt und bin herumgereist, bevor es die eu in dieser form gab. ohne probleme, ausser marginalen.
wenn man will, schafft mans auch ohne den bürokratenappendix. talent muss man halt haben.

Thomas Wetschnig
02
Und ich habe mal in einer Wohnung gewohnt .........

........ wo ich über den Gang auf's WC gehen musste, das ich mir mit dem Nachbarn teilen musste. Damit es warm wurde, musste ich erst Kohle aus dem Keller holen und dann den Ofen heizen. Natürlich habe ich damals auch gelebt, aber warum sollte ich mir das zurück wünschen, wenn ich es heute schöner und bequemer haben kann.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.