Peguform-Verkauf vor Finale

5. Juni 2009, 19:26
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Banken haben bei Polytec auf fast 60 Millionen Euro verzichtet

Wien - Am 26. Juni wird in einer außerordentlichen Hauptversammlung der Polytec Holding AG der Peguform-Verkauf in trockene Tücher gebracht. Aus der in der Wiener Zeitung veröffentlichten Einladung erschließen sich die Details des Deals der Autozulieferer, der "einzige Alternative zur Polytec-Insolvenz" gewesen sei, "weil die Banken der Polytec (sie hat die deutsche Peguform im Oktober 2008 auf Pump gekauft; Anm. Red.) keine Refinanzierung der beim Kauf vereinbarten" Kredite angeboten hätten.

Konkret gehen die Peguform-Anteile zu 89,1 Prozent an die Sarpedon Management Consulting GmbH (gehört je zur Hälfte den Cross-Chefs Stefan Pierer und Rudolf Knünz), der Rest geht an die neue Unternehmensinvest AG Automotive Beteiligungs GmbH (auch von Pierer und Knünz kontrolliert). Cross Industries zieht sich dafür aus der oberösterreichischen Polytec zurück.

Der Wert der Peguform Gruppe wurde von Deloitte per Ende Dezember mit 70 bis 110 Mio. Euro errechnet. Verkauft wird das Unternehmen mitsamt 70 Mio. Krediten und 40 Mio. Euro nachrangigen Verbindlichkeiten - im Rahmen der Polytec-Rettung haben die Banken auf 59,5 Mio. Euro verzichtet. Sollte das von Polytec gegenüber Peguform-Verkäufer Cerberus eingeleitete Schiedsverfahren zur Kaufpreisminderung erfolgreich sein, stehen den Banken 77 Prozent der Ansprüche daraus zu. (gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6./7.6.2009)

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